Kaum Zeit zum Durchatmen für die Islanders
Nach dem 3:2-Heimsieg am Dienstagabend gegen den EV Füssen richtet sich der Fokus der EV Lindau Islanders bereits auf die nächsten Herausforderungen. Mit dem wichtigen Erfolg gegen die Allgäuer fiel bei den Islanders spürbar Druck ab, nachdem die Lindauer zuletzt auf die erhofften Erfolgserlebnisse warten mussten. Den Rückenwind aus dem ersten Heimerfolg wollen die Islanders nun mitnehmen, wenn am Freitag, den 16. Oktober, um 19:30 Uhr, der traditionsreiche SC Riessersee in der BPM-Arena gastiert. Ehe am Sonntag die Auswärtsreise zu den Heilbronner Falken auf dem Programm steht, soll vor heimischer Kulisse nach Möglichkeit der nächste wichtige Schritt folgen. Vor dem Heimspiel gegen den SC Riessersee wird zudem Andreas Farny für sein 500. Pflichtspiel im Trikot der Islanders geehrt. Diese beeindruckende Marke erreichte der Angreifer am vergangenen Sonntag beim Gastspiel in Peiting. Die Gäste aus Garmisch-Partenkirchen erwischten einen ähnlich holprigen Saisonstart wie die Islanders. Lediglich die beiden Partien am Auftaktwochenende gegen Passau und in Füssen konnten die Werdenfelser für sich entscheiden. Nach einer insgesamt enttäuschenden Vorsaison wurde am Fuße der Zugspitze im Sommer an mehreren Stellschrauben gedreht, um den SC Riessersee wieder in ruhigere Fahrwasser zu führen.
Eine der wichtigsten Veränderungen gab es auf der Trainerposition. Seit dieser Saison steht der erfahrene Schwede Leif Carlsson an der Bande des SCR. Der 61-Jährige war zuvor beim ESV Kaufbeuren in der DEL2 tätig und kann auf eine lange und erfolgreiche Karriere als Spieler und Trainer zurückblicken. In seiner Heimat Schweden feierte er sowohl auf dem Eis als auch hinter der Bande Meisterschaften, sammelte internationale Erfahrung im Trikot der schwedischen Nationalmannschaft und war darüber hinaus auch in Deutschland unter anderem für die Eisbären Berlin aktiv.
Im Tor setzen die Garmisch-Partenkirchener weiterhin auf die Erfahrung von Andreas Mechel. Unterstützt wird der Routinier von Förderlizenzspieler Max Bolle vom EHC Red Bull München sowie Eigengewächs Robin Merwald. In der Defensive war ursprünglich lediglich eine Veränderung vorgesehen. Mit Lars Reuß verpflichtete der SCR einen neuen Verteidiger, der sich allerdings früh verletzte. Als Reaktion darauf wurde der deutsch-kanadische Verteidiger Spencer Berry nachverpflichtet.
Den größten Umbruch erlebte der SC Riessersee jedoch im Angriff. Gleich fünf neue Offensivspieler stießen im Sommer zum Team. Mit Nico Geidl aus Stuttgart und Maximilian Spöttel aus Bad Tölz konnten zwei namhafte Akteure verpflichtet werden. Auf den Kontingentstellen setzt der SCR weiterhin auf Parker Colley, dem mit den beiden Schweden Johan Porsberger und Robin Johansson weitere Qualität zur Seite gestellt wurde. Hinzu kommt Topstürmer Robin Soudek, der inzwischen über die deutsche Staatsbürgerschaft verfügt und damit nicht mehr als Kontingentspieler zählt.
