Die Lindauer wissen, dass der SCR trotz seiner wechselhaften Saison ein Gegner ist, der jederzeit zuschlagen kann. Der Sommer brachte einen großen Umbruch im Kader der Garmischer, der zunächst nicht die gewünschte Wirkung zeigte und schließlich zum Trainerwechsel führte. Dazu kamen schmerzhafte Ausfälle: Mit Lubor Dibelka und Robin Soudek fehlen zwei Offensivkräfte, die normalerweise zu den gefährlichsten Spielern der Liga zählen. Dennoch hat sich die Mannschaft gefangen, arbeitet kompakter, tritt geschlossener auf und hat mit guten Leistungen wieder Selbstvertrauen aufgebaut.
Für die Islanders bedeutet all das, dass sie von der ersten Sekunde an hellwach sein müssen. Sie wollen vor heimischem Publikum erneut mit großem Willen, hoher Laufbereitschaft und kompromisslosem Einsatz auftreten. Das eigene Spiel soll klar und strukturiert sein, ohne unnötige Risiken, aber mit jener Entschlossenheit, die sie in dieser Saison bereits mehrfach ausgezeichnet hat. Die Lindauer wissen, dass der SCR ein Team voller Fragezeichen ist – und genau das macht ihn gefährlich. Auch wenn der SCR personell dezimiert ist, bleibt er ein Gegner, der jede Unachtsamkeit bestraft.
Umso wichtiger ist es für die Islanders, ihre eigenen Stärken konsequent auszuspielen. Die bisherigen beiden Siege gegen Riessersee zeigen, dass sie das nötige Rüstzeug besitzen: Stabilität in der Defensive, klare Aktionen im Spielaufbau und die Fähigkeit, in entscheidenden Momenten eiskalt zuzuschlagen. Gleichzeitig wissen sie, dass der SCR nach seiner jüngsten Entwicklung ein anderes Gesicht zeigt als noch zu Saisonbeginn.
Die Mannschaft vom Bodensee geht mit großem Respekt, aber auch mit breiter Brust in dieses Duell. Sie wollen die eigenen Fans mitreißen, den Schwung der vergangenen Wochen nutzen und ein weiteres Ausrufezeichen setzen. Ein Sieg gegen den wieder erstarkten SC Riessersee wäre nicht nur ein wichtiger Schritt im Kampf um die bestmögliche Ausgangsposition, sondern auch ein klares Signal an die Konkurrenz.
Bildquelle: Betty Ockert