Die Woche vor der Länderspielpause war für die EV Lindau Islanders zwar ein Rückschlag in Sachen Punkten im Kampf um die direkte Playoff Qualifikation, aber das Ziel bleibt bestehen. Am Bodensee bewahrten die Verantwortlichen wie in der vergangenen Saison die Ruhe. Man vertraut den Trainern und dem Team, und setzt darauf, dass die Mannschaft nach der Deutschland-Cup-Pause an die gute Leistung aus Heilbronn anknüpfen kann. Dort musste man sich in einem starken Spiel beim Topteam der Heilbronner Falken äußerst knapp geschlagen geben, zeigte aber 60 Minuten Wille und Leidenschaft. Das wollen die Islanders auch beim Restart nach der Deutschland-Cup-Pause tun, denn wenn die Inselstädter diese Mentalität in jedem Spiel auf das Eis bringen, sind sie nur schwer zu schlagen. In der Pause war man zudem bei den Islanders nicht untätig. Nach ein paar Tagen Erholung, wurden viele Gespräche mit dem Team geführt und auch eine intensive Trainingswoche absolviert. Denn das das Team im Stande ist sehr gute Spiele abzuliefern, steht außer Frage und wurde auch schon häufiger unter Beweis gestellt.
Das erste Duell mit den Alligators in der Lindauer BPM-Arena war knapper als es der 5:1-Sieg am Tag der Deutschen Einheit aussagte. Nach einem torlosen ersten Drittel brachte Žan Jezovšek kurz vor der zweiten Pause die Islanders in Führung. Erst in der 53. Minute legte Andreas Farny nach. Als in der 56. Minute der HEC dann zum Anschluss kam, wurde auf Seiten der Mittelfranken alles riskiert. Dies nutzten die Islanders dann noch durch ein Tor von Valentin Busch und zwei Tore von Nico Strodel, zum entsprechend deutlichen Heimsieg.
Die Alligators gehen bisher durch eine schwierige Saison, nicht nur sportlich, sondern auch finanziell. Sportlich ist man aktuell Vorletzter und finanziell kämpft man nach dem Stadionumbau ums Überleben. Keine guten Voraussetzungen für den langjährigen Rivalen der Islanders, aber genau das macht die Panzerechsen auch so gefährlich, denn sie haben nichts zu verlieren. Die bisher nur zwei Kontingentpositionen werden weiterhin von Verteidiger Jake Fardoe (CAN) und Stürmer Samuel Eriksson (SWE) besetzt. Die aktuell besten Scorer auf Seiten der Mittelfranken sind Samuel Eriksson, Anton Seewald und Tyler Gron.
Es wird also sicher wie immer, wenn diese beide Mannschaften aufeinandertreffen, wieder ordentlich zur Sache gehen und sich keinen Zentimeter Eis geschenkt. Die Islanders wollen aber zu Hause die Punkte nicht verlieren und werden deshalb entsprechend motiviert agieren, mit einem ebenfalls hoffentlich wieder zahlreichen und lautstarken Publikum von den Rängen.