Für Höchstadt geht es in diesem Spiel um enorm viel. Die Mittelfranken befinden sich mitten im engen Rennen um die Pre-Playoff-Plätze, in einem Tableau, in dem jeder Punkt zählt und in dem Sieg und Niederlage über vieles entscheiden können. Nach einer Saison, die für den gesamten Verein von Herausforderungen geprägt war – sportlich, aber vor allem auch durch den laufenden Stadionumbau und die damit verbundenen finanziellen Belastungen – haben sich die Alligators zuletzt wieder etwas stabilisiert und zu Hause die Tölzer Löwen mit 4:1 geschlagen.
Besonders der schwedische Angreifer Samuel Eriksson trägt maßgeblich zur Stabilität der Alligators bei. Dazu kommen hinter dem Schweden noch als punktbeste Akteure, Tyler Gron und Anton Seewald. Für die Islanders bedeutet dies ein Gegner, der vor heimischem Publikum sicher alles geben wird und immer sehr lauffreudig auftritt.
Lindau selbst reist mit dem Selbstbewusstsein einer Mannschaft an, die bereits sicher für die Playoffs qualifiziert ist – ein Meilenstein, auf den man am Bodensee zurecht stolz ist. Doch gerade deshalb sieht man das Duell in Höchstadt keineswegs als Pflichtaufgabe. Die Islanders wollen nicht nur die gute Form konservieren, sondern auch ihre Ausgangssituation für die Playoffs weiter verbessern. Jedes positive Ergebnis stärkt das Selbstvertrauen. Zudem möchte die Mannschaft mit Schwung und Stabilität in die Playoffs gehen, und dafür sind Spiele wie dieses ein wichtiger Gradmesser.
Dass es gegen die Alligators traditionell hart zur Sache geht, ist den Lindauern bestens bewusst. Kein Zentimeter Eis wird verschenkt, jeder Zweikampf bringt Emotionen, jede Unachtsamkeit wird bestraft. Genau diese Intensität macht die Begegnungen beider Teams seit Jahren so besonders. Die Islanders wissen, was sie erwartet, und sie wissen auch, dass sie mit voller Konzentration, klarer Defensivarbeit und einem entschlossenen Auftritt die besten Chancen haben, erneut wichtige Punkte aus Mittelfranken zu entführen.
Bildquelle: Betty Ockert