Geboren und ausgebildet in der kanadischen Eishockey-Hochburg Ontario, durchlief Andreacchi – wie viele Spieler aus dem eishockeyverrückten Mutterland des Sports – zunächst die College-Strukturen. Dort entwickelte er sich kontinuierlich weiter und machte früh durch seine körperliche Präsenz und seinen Torinstinkt auf sich aufmerksam.
Seinen nächsten großen Karriereschritt vollzog Andreacchi in Frankreich. In der Saison 2024/2025 war er einer der zentralen Leistungsträger beim Aufstieg von Lyon aus der dritten in die zweite französische Liga. Besonders in den Playoffs übernahm der Angreifer Verantwortung und wuchs in den entscheidenden Momenten über sich hinaus. In 29 Saisonspielen sammelte er beeindruckende 52 Scorerpunkte, wobei sich Tore und Assists nahezu die Waage hielten. Für seine herausragenden Leistungen in den Finalspielen wurde Andreacchi zudem zum MVP (Most Valuable Player / Wertvollster Spieler) der Playoffs ausgezeichnet.
Auch eine Liga höher bestätigte der Lindauer Neuzugang seine offensive Konstanz. In der abgelaufenen Saison der zweiten französischen Liga sammelte Andreacchi in 36 Spielen starke 44 Scorerpunkte, darunter 25 Tore. Damit unterstrich der Angreifer eindrucksvoll die Fähigkeit, sein Spiel erfolgreich an ein höheres Niveau anzupassen. Zum Vergleich: Ähnliche Werte aus der Liga France 2 wiesen auch Felix Brassard (jetzt Memmingen) sowie Carson Briere und Carson MacKinnon (beide Peiting) auf, bevor sie den Schritt in die Oberliga Süd machten.
Der Kontakt zu Rocco Andreacchi kam im Rahmen der USA-Reise der EV Lindau Islanders zustande. Der Sportliche Leiter Milo Markovic und Headcoach Marko Sakic führten dort intensive und konstruktive Gespräche mit dem Agenten des Spielers. Im Verlauf dieser Gespräche kristallisierte sich schnell heraus, dass Andreacchi sowohl sportlich als auch charakterlich sehr gut in das Anforderungsprofil der Islanders passt.