Sechster Sieg in Folge – Islanders trotzen Personalsorgen und besiegen die Selber Wölfe

Unter schwierigen Vorzeichen reisten die EV Lindau Islanders am Sonntagabend zu den Selber Wölfen – und lieferten einmal mehr eine beeindruckende Antwort auf dem Eis. Die angespannte personelle Situation hatte sich im Vergleich zum Freitag nochmals verschärft: Zu den erkrankten Damian Schneider und Marvin Wucher gesellten sich mit Andreas Farny und Leon Sivic zwei weitere Ausfälle, die verletzungsbedingt passen mussten. Doch auch mit dezimiertem Kader zeigten die Islanders, was sie aktuell auszeichnet: Zusammenhalt, Einsatzwille und unbändigen Kampfgeist. Zwischen den Pfosten stand Keanu Salmik, der der Mannschaft über 60 Minuten hinweg einen sicheren Rückhalt bot.

Von Beginn an entwickelte sich eine intensive Partie mit hohem Tempo auf beiden Seiten. Beide Teams suchten früh den Weg nach vorne, schenkten sich keinen Zentimeter Eis. Als ein Spieler der Selber Wölfe nach einem harten Check mit einer 2+2-Strafe auf die Strafbank musste, schlugen die Islanders eiskalt zu. Über Marcus Marsall und Kapitän Steffen Tölzer kam der Puck zu Valentin Busch, der sich nicht lange bitten ließ und in der 7. Minute mit einem satten Schuss zur 1:0-Führung für Lindau traf. Das erste Drittel blieb insgesamt ausgeglichen, beide Mannschaften agierten auf Augenhöhe. Als die Islanders erstmals in Unterzahl gerieten, nutzten auch die Gastgeber ihre Überzahl: Rubin erzielte in der 13. Minute den 1:1-Ausgleich.

Im zweiten Drittel übernahmen die Islanders dann zunehmend das Kommando. Trotz der personellen Engpässe war Lindau das aktivere Team, spielte mutig nach vorne und setzte Selb immer wieder unter Druck. Der Lohn folgte in der 30. Minute: In Überzahl traf Lukas Bender zum verdienten 2:1 für die Gäste. Die Islanders blieben dran und legten nur drei Minuten später nach. Dominik Grafenthin setzte zu einem energischen Lauf an, ließ den gegnerischen Goalie mit einer feinen Finte aussteigen und stellte sehenswert auf 3:1. Auch defensiv präsentierte sich Lindau in dieser Phase äußerst stabil. Zwei weitere Unterzahlsituationen überstand das Team dank starkem Penaltykilling schadlos. Kurz vor der zweiten Pause bot sich sogar die Chance zur Vorentscheidung, doch Noah Kane scheiterte mit einem Penalty.

Im Schlussdrittel wurde deutlich, dass die intensiven Spiele gegen Topteams und der kleinere Kader langsam Kraft kosteten. Zwar konnten die Islanders ein frühes Powerplay nicht nutzen, hielten aber weiterhin mit großem Einsatz dagegen. Selbst in Unterzahl warf die Mannschaft alles in die Waagschale, blockte Schüsse und verteidigte das eigene Tor mit großer Leidenschaft. Als Selb in der 55. Minute durch einen wuchtigen Schuss von Rubin auf 2:3 verkürzte, wurde es noch einmal richtig brenzlig. Die Wölfe drückten auf den Ausgleich und nahmen in der Schlussphase den Goalie vom Eis. Doch die Islanders hielten stand. Mit einer überragenden Teamleistung in der Defensive und einem großem Einsatzwillen verteidigte Lindau den knappen Vorsprung bis zur Schlusssirene.

Am Ende steht ein hart erkämpfter 3:2-Auswärtssieg – der sechste Erfolg in Serie. Eine Leistung, die den aktuellen Charakter dieser Mannschaft eindrucksvoll unterstreicht.

Liebe Fans und Unterstützer unserer Islanders, nun stehen zwei echte Höhepunkte an: Am Freitag (06.02., 20 Uhr) steigt das Derby in Memmingen, ehe am Sonntag (08.02., 18 Uhr) der Deggendorfer SC in der BPM-Arena gastiert. Zwei Spiele, die erneut alles abverlangen werden – auf und neben dem Eis. Mit hoffentlich überragender Zuschauerzahl, in Memmingen und vor allem gegen den DSC zu Hause. Das Team hat sich dies mehr als verdient.

Selber Wölfe : EV Lindau Islanders 2:3

TORE
EVL#98 Busch, 7. Min., 0:1

VER#34 Rubin, 13. Min., 1:1
EVL#4 Bender, 30. Min., 1:2
EVL#26 Grafenthin, 33. Min., 1:3
VER#34 Rubin, 55. Min., 2:3