Auch beim schweren Auswärtsspiel beim EC Peiting stand Daniel Filimonow im Tor der EV Lindau Islanders und zeigte erneut eine konzentrierte Leistung. Unterstützt wurde der Lindauer Kader wieder durch die beiden Förderlizenzspieler Fabio Sarto (Ravensburg Towerstars) und Samuel Schindler (EHC Freiburg).
Von Beginn an machten die Islanders deutlich, dass sie ihre starke Form bestätigen wollten. Es gab kein langes Abtasten, Lindau war hellwach, präsent in den Zweikämpfen und spielbestimmend. Die frühe Dominanz zahlte sich in der 7. Minute aus: Noah Kane nutzte die Überlegenheit der Gäste und brachte die Islanders verdient mit 1:0 in Führung. Auch danach blieben die Lindauer das aktivere Team. Peiting lauerte auf Tempogegenstöße, doch Filimonow und die aufmerksame Defensive hatten stets die richtige Antwort. Dass die Islanders nicht bereits im ersten Drittel höher führten, lag vor allem am stark aufgelegten Peitinger Goalie Tommi Steffen, einst im Trikot der Islanders.
Auch im zweiten Drittel erwischten die Lindauer den besseren Start. Als sich die erste Überzahlsituation bot, zeigten die Islanders ihre individuelle Klasse. Zan Jezovsek setzte sich in einer starken Einzelaktion durch die Defensive der Gastgeber durch, umkurvte Steffen und schob den Puck in der 24. Minute sehenswert zum 2:0 ein. Doch der EC Peiting fand eine Antwort: In der 27. Minute verkürzte Holzmann mit einem platzierten Schuss auf 1:2, wobei Filimonow die Sicht komplett genommen war. In der Folge kamen die Gastgeber besser ins Spiel und setzten die Islanders zunehmend unter Druck. Peiting hatte bis zur zweiten Pause leichte Vorteile, auch weil Lindau zwei weitere Powerplays nicht konsequent ausspielen konnte und zeitweise etwas fahrig agierte.
Der Schlussabschnitt begann zerfahren, beide Teams taten sich schwer, klare Akzente zu setzen. Ein weiteres Lindauer Powerplay zur Mitte des Drittels blieb erneut ungenutzt, stattdessen handelten sich die Islanders selbst noch eine Strafzeit ein, die jedoch mit starkem Penaltykilling überstanden wurde. In der Schlussphase warf Peiting alles nach vorne, drängte auf den Ausgleich und nahm rund anderthalb Minuten vor dem Ende den Torhüter vom Eis. Doch genau das nutzten die Islanders eiskalt aus: Dominik Grafenthin fasste sich ein Herz und traf aus eigener Zone mit einem sehenswerten Empty-Net-Treffer zum 3:1-Endstand für Lindau.
Mit diesem Erfolg feiern die Islanders den vierten Sieg in Folge und holen beeindruckende zwölf Punkte aus den letzten vier Spielen. Aktuell beträgt der Vorsprung auf den EC Peiting zehn Punkte, auf die onesto Tigers Bayreuth sieben Zähler. Eine starke Serie, die die Form und Geschlossenheit der Mannschaft eindrucksvoll unterstreicht.
Für unsere Islanders kommen jetzt fünf Kracherspiele am Stück. Gestartet wird die Serie am Freitag (30.01. / 19:30 Uhr) zu Hause in der BPM-Arena gegen die Tölzer Löwen. Danach folgen Selb (A), Memmingen (A), Deggendorf (H) und Heilbronn (A).
EC Peiting : EV Lindau Islanders 1:3
TORE
EVL#92 Kane, 7. Min., 0:1
EVL#91 Jezovsek, 24. Min., 0:2
ECP#10 Holzmann, 27. Min., 1:2
EVL#26 Grafenthin, 60. Min., 1:3