Die EV Lindau Islanders müssen sich den EHF Passau Black Hawks am Freitagabend deutlich mit 1:5 geschlagen geben. Vor heimischem Publikum fanden die Lindauer über weite Strecken zu wenig Mittel gegen die kompakt auftretenden Gäste und ließen insbesondere vor dem gegnerischen Tor die nötige Durchschlagskraft erneut vermissen. Während die Islanders trotz offensiver Bemühungen nur selten wirklich gefährlich wurden, präsentierten sich die Black Hawks vor dem Tor äußerst effizient.
Im Tor der Islanders stand erneut Valentin Ankirchner, als Backup stand Daniel Filimonow bereit. Zudem kehrten die Verteidiger Robert Peleikis und Robin Wucher in den Kader zurück.
Die Gäste aus Passau erwischten den besseren Start und gingen bereits in der fünften Spielminute durch Alex Blais nach einem Tempogegenstoß mit 0:1 in Führung. Eine anschließende Überzahl konnten die Islanders nicht nutzen, zumal sie kurze Zeit später selbst eine Strafzeit kassierten. Kaum waren beide Mannschaften wieder komplett, schlug Passau erneut zu: In der zehnten Minute war es abermals Blais, der auf 0:2 erhöhte. Die Islanders versuchten, eine Antwort zu finden, konnten aber auch zwei eigene Powerplay-Möglichkeiten im ersten Drittel nicht zum Anschlusstreffer nutzen. So ging es mit einem Zwei-Tore-Rückstand in die erste Pause.
Auch im zweiten Drittel gehörte der erste Treffer den Black Hawks. In der 26. Minute stellte Schembri auf 0:3 und vergrößerte damit die Aufgabe für die Islanders weiter. Die Lindauer bemühten sich anschließend um mehr Offensive, liefen an und kamen auch häufiger zum Abschluss. Allerdings fehlte es weiterhin an der nötigen Präzision und Konsequenz, um die Passauer Defensive ernsthaft in Bedrängnis zu bringen.
Im Schlussabschnitt keimte bei den Islanders noch einmal Hoffnung auf. In der 48. Minute verkürzte Noah Kane auf 1:3 und brachte die Lindauer damit zumindest wieder etwas näher heran. Die Antwort der Black Hawks ließ allerdings nicht lange auf sich warten: Nur drei Minuten später stellte Hobbs den alten Abstand wieder her und erhöhte in der 51. Minute auf 1:4. Auch ein weiteres Powerplay konnten die Islanders nicht nutzen, um das Spiel noch einmal spannend zu machen. In der Schlussphase gingen die Lindauer volles Risiko und nahmen ihren Torhüter zugunsten eines zusätzlichen Feldspielers vom Eis. Passau nutzte den freien Raum eiskalt aus: In der 60. Minute machte Blais mit seinem dritten Treffer des Abends zum 1:5 endgültig alles klar.
Für die Islanders ist es ein weiterer enttäuschender Auftritt, bei dem vor allem die offensive Durchschlagskraft fehlte. Zwar erarbeiteten sich die Lindauer im Spielverlauf einige Möglichkeiten, doch im entscheidenden Moment fehlte die Konsequenz vor dem gegnerischen Tor. Wie man aus vergleichsweise wenigen Chancen möglichst viel macht, demonstrierten die Black Hawks dagegen eindrucksvoll. Passau nutzte die Fehler der Islanders konsequent aus und nahm verdient drei Punkte mit.
EV Lindau Islanders : Passau Black Hawks 1:5
TORE
EHF#11 Blais, 5. Min., 0:1
EHF#11 Blais, 10. Min., 0:2
EHF#74 Schembri, 26. Min., 0:3
EVL#92 Kane, 48. Min., 1:3
EHF#22 Hobbs, 1:4
EHF#11 Blais, 1:5