Die Duelle zwischen beiden Teams hatten in den vergangenen Jahren stets eine besondere Intensität. Oft waren es enge, hitzige Spiele, in denen die Islanders immer wieder auch als Sieger vom Eis gingen. Auch in dieser Saison fehlten ihnen im ersten Aufeinandertreffen am Bodensee nur gut anderthalb Minuten zum Erfolg, ehe der DSC seine individuelle Klasse ausspielte und das Spiel noch von 2:3 auf 4:3 drehte. Beim ersten Gastspiel in Deggendorf setzte es zwar eine deutliche 1:5‑Niederlage, doch die Islanders wissen, dass sie in Bestform mit jedem Gegner der Liga mithalten können – auch mit dem Spitzenreiter.
Dass der DSC an der Tabellenspitze steht, kommt nicht von ungefähr. Besonders im Angriff hat sich im Sommer viel getan. Die drei College‑Spieler Harrison Roy sowie die Jackson‑Zwillinge Ty und Dylan haben sich in beeindruckender Manier in Europa eingeführt und führen mit zusammen bereits 197 Scorerpunkten die interne Wertung an. Dazu gesellen sich junge Talente und erfahrene Kräfte, die das Deggendorfer Spiel variabel, schnell und brandgefährlich machen. Und im Tor steht mit Timo Pielmeier einer der besten Goalies der gesamten Liga – ein Mann, der den Islanders traditionell alles abverlangt und der auch diesmal kaum Geschenke verteilen wird. Beim Spiel gegen Stuttgart fehlte Pielmeier allerdings krankheitsbedingt.
Gerade deshalb wissen die Lindauer, was sie erwartet: ein Gegner, der nach der jüngsten Heimniederlage unbedingt Wiedergutmachung betreiben will und ein Tabellenführer, der seine Spitzenposition mit drei Punkten Vorsprung verteidigen möchte. Doch die Islanders wollen sich davon nicht beeindrucken lassen. Sie wollen mutig auftreten, kompakt stehen, defensiv diszipliniert arbeiten und jede sich bietende Chance eiskalt nutzen. Die Mannschaft ist überzeugt, dass sie mit ihrem neu gewonnenen Selbstvertrauen, ihrer mannschaftlichen Geschlossenheit und ihrem unbändigen Willen auch in Deggendorf bestehen kann.
Für die EV Lindau Islanders ist dieses Spiel mehr als nur ein weiteres Auswärtsspiel beim Ligaprimus. Es ist eine Gelegenheit, an die starken Leistungen der vergangenen Tage anzuknüpfen und zu zeigen, dass sie bereit sind, jedem Gegner auf Augenhöhe zu begegnen.
Bildquelle: Betty Ockert