Auch beim Auswärtsspiel in Heilbronn stand erneut Daniel Filimonow zwischen den Pfosten der EV Lindau Islanders. Mit Zan Jezovsek kehrte nach seinen Länderspielen ein wichtiger Offensivfaktor zurück ins Team, zudem ergänzte Förderlizenzspieler Samuel Schindler den Kader. Verzichten mussten die Lindauer hingegen auf Dominik Grafenthin, der verletzungsbedingt fehlte und auch am Sonntag nicht zur Verfügung stehen wird.
Die Islanders starteten hellwach in die Partie und setzten direkt ein Zeichen. Bereits in der 4. Minute brachte Zan Jezovsek seine Farben mit 0:1 in Führung. Die Antwort der Gastgeber ließ jedoch nicht lange auf sich warten: Nur eine Minute später nutzte Heilbronns Kapitän Cabana eine Unachtsamkeit im Lindauer Drittel zum schnellen 1:1-Ausgleich. In der Folge blieben die Islanders das aktivere Team, erspielten sich gute Möglichkeiten und ließen auch zwei Powerplays ungenutzt. Kurz vor der Pause wurden sie für ihren Aufwand dennoch belohnt – Nico Strodel reagierte vor dem Tor am schnellsten und traf in der 18. Minute zur verdienten 1:2-Führung.
Das zweite Drittel entwickelte sich zu einem offenen Schlagabtausch mit hohem Tempo und Chancen auf beiden Seiten. Ein starkes Unterzahlspiel der Islanders verhinderte zunächst den Ausgleich, offensiv fehlten nur Zentimeter zum dritten Treffer, als der Puck an die Latte krachte. Stattdessen nutzten die Falken einen Konter durch Weyrauch zum 2:2. Trotz weiterhin engagierter Lindauer Offensive wuchs Heilbronns Goalie Patrick Berger immer mehr über sich hinaus und parierte mehrfach stark. In erneuter Unterzahl mussten die Islanders dann den nächsten Rückschlag hinnehmen: Ritchie traf im Powerplay mit einem wuchtigen Schlagschuss unhaltbar zum 3:2.
Doch die Islanders zeigten erneut Moral. Perfekt aus der Kabine kommend, vollendete Lukas Bender in der 43. Minute einen sehenswerten Angriff mit einem Schuss in den Winkel zum 3:3-Ausgleich. In der Folge drängten die Lindauer auf die Führung, scheiterten jedoch immer wieder am überragenden Berger. Heilbronn blieb mit Tempogegenstößen gefährlich und nutzte in der 51. Minute einen Moment der Unaufmerksamkeit durch Hon zum 4:3.
Die Islanders warfen in der Schlussphase alles nach vorne. In der 55. Minute lag der Ausgleich bereits in der Luft, doch nach langem Videobeweis entschieden die Unparteiischen, dass die Scheibe die Linie nicht vollständig überquert hatte. Auch in den letzten anderthalb Minuten, als Filimonow zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis ging, stemmten sich die Lindauer mit aller Kraft gegen die Niederlage – doch erneut war es Berger, der sein Team mit starken Paraden im Spiel hielt.
Weiter geht‘s am Sonntag (15.02. / 18 Uhr) in der BPM-Arena mit dem Duell gegen die Passau Black Hawks. Hier brauchen wir wieder eure lautstarke Unterstützung, damit wir gegen einen aktuell sehr gut aufgelegten Gegner die drei Punkte einfahren können.
Heilbronner Falken : EV Lindau Islanders 4:3
TORE
EVL#91 Jezovsek, 4. Min., 0:1
HNF#37 Cabana, 5. Min., 1:1
EVL#11 Strodel, 18. Min., 1:2
HNF#22 Weyrauch, 28. Min., 2:2
HNF#10 Ritchie, 36. Min., 3:2
EVL#4 Bender, 43. Min., 3:3
HNF#21 Hon, 51. Min., 4:3