Zum letzten Spiel des Jahres 2025 traten die EV Lindau Islanders auswärts beim EC Peiting an. Zwischen den Pfosten erhielt Keanu Salmik den Vorzug. Personell mussten die Islanders dabei erneut improvisieren: Neben dem weiterhin erkrankten Robin Wucher fehlte auch dessen Bruder Corvin verletzungsbedingt, sodass Andreas Farny in der Defensive aushelfen musste. Trotz dieser Umstände präsentierte sich Lindau von Beginn an als geschlossene und hungrige Einheit.
Die Islanders fanden gut in die Partie und waren in der Anfangsphase die aktivere Mannschaft. Umso bitterer war der erste Gegentreffer: In der 6. Minute nutzte Peiting eine Unachtsamkeit und ging durch Briere mit 1:0 in Führung. Lindau zeigte jedoch sofort die richtige Reaktion. Kapitän Steffen Tölzer übernahm Verantwortung und stellte in der 9. Minute mit einem entschlossenen Abschluss den verdienten 1:1-Ausgleich her. Der Ausgleich wirkte wie ein Befreiungsschlag. Nur eine Minute später brachte Noah Kane die Islanders erstmals in Führung und legte in der 14. Minute mit seinem zweiten Treffer des Abends zum 1:3 nach. Lindau spielte nun mit viel Selbstvertrauen und Konsequenz. Noch in derselben Minute erhöhte Marvin Feigl auf 1:4, was die Hausherren zu einer Auszeit zwang. Ein erstes Unterzahlspiel überstanden die Islanders souverän, ehe Peiting kurz vor der Pause durch Maylan noch auf 2:4 verkürzte.
Im zweiten Drittel nutzte der ECP den Schwung des späten Anschlusstreffers und übernahm phasenweise die Initiative. Die Islanders standen defensiv jedoch kompakt, arbeiteten geschlossen und ließen lange Zeit kaum klare Chancen zu. Zwei weitere Unterzahlsituationen verteidigte Lindau mit starkem Penaltykilling, ein eigenes Powerplay blieb allerdings ungenutzt. In der 34. Minute gelang Peiting dennoch der erneute Anschluss, als Holzmann zum 3:4 traf und die Partie wieder offen gestaltete.
Das Schlussdrittel entwickelte sich zu einem echten Kampfspiel. Beide Teams schenkten sich nichts, das Spiel stand auf Messers Schneide. Ab der Mitte des Drittels wollten die Islanders die Entscheidung erzwingen, erhöhten den offensiven Druck, mussten dabei aber stets auf die gefährlichen Tempogegenstöße der Gastgeber achten. In einer hektischen Schlussphase, die durch einige kleinliche Entscheidungen der Unparteiischen zusätzlich an Rhythmus verlor, behielten die Islanders einen kühlen Kopf. In der 57. Minute war es Damian Schneider, der mit seinem Treffer für die Vorentscheidung sorgte. Peiting nahm anschließend volles Risiko, doch Lindau blieb konzentriert. Valentin Busch setzte mit einem Empty-Net-Tor den Schlusspunkt zum 6:3-Endstand.
Mit einer reifen, kämpferischen und zugleich spielerisch überzeugenden Leistung sichern sich die Islanders einen verdienten Auswärtssieg und verabschieden sich erfolgreich aus dem Jahr 2025.
Gute Besserung an Nico Strodel, der zur weiteren Abklärung ins Krankenhaus gebracht werden musste.
Weiter geht‘s im neuen Jahr direkt mit zwei Heimspielen in der BPM-Arena. Am Freitag (02.01. / 19:30 Uhr) kommen die Stuttgart Rebels und am Sonntag (04.01. / 18 Uhr) das Topteam der Selber Wölfe an den Bodensee.
EC Peiting : EV Lindau Islanders 3:6
TORE
ECP#16 Briere, 6. Min., 1:0
EVL#13 Tölzer, 9. Min., 1:1
EVL#92 Kane, 10. Min., 1:2, 14. Min., 1:3
EVL#57 Feigl, 14. Min., 1:4
ECP#9 Maylan, 19. Min., 2:4
ECP#10 Holzmann, 34. Min., 3:4
EVL#20 Schneider, 57. Min, 3:5
EVL#98 Busch, 59. Min., 3:6