Doppelheimspieltag gegen Stuttgart und Selb zum Start in 2026t

Drei Spiele in fünf Tagen für die EV Lindau Islanders

Lindau (EVL) – Besonderes erstes Wochenende in 2026 für die EV Lindau Islanders: Die Lindauer stehen vor einem der intensivsten Abschnitte der bisherigen Saison: Drei Spiele in nur fünf Tagen, zwei davon an einem Wochenende in der heimischen BPM‑Arena, gefolgt vom Auswärtsspiel am Feiertage Heilige Drei Könige. Das Programm verlangt nicht nur Kraft, sondern auch Charakter. Doch die Islanders gehen diese Herausforderung, trotz einiger angeschlagener Spieler, mit großem Willen an. Die Mannschaft hat in den vergangenen Wochen gezeigt, dass sie bei voller Konzentration bereit ist, sich jedem Gegner zu stellen, egal wie eng der Spielplan getaktet ist.

Freitag, 2. Januar 2026, 19:30 Uhr – Die Stuttgart Rebels erstmals am Bodensee

Zum Auftakt des Mammutprogramms empfangen die Islanders die Stuttgart Rebels – ein Gegner, der trotz Tabellenplatz elf keinesfalls unterschätzt werden darf. Die Lindauer wissen das nur zu gut, schließlich mussten sie sich im ersten Aufeinandertreffen in Stuttgart knapp mit 2:3 geschlagen geben. Das zweite Duell in der Hauptstadt Baden-Württembergs ging mit 5:2 an die Lindauer.

Nach dem 6:3-Sieg beim EC Peiting am Tag vor Silvester, konnten die Lindauer bis auf einen Punkt an die Bayreuth Tigers heranrücken. Als das Spiel auf der Kippe stand, blieben die Islanders konzentriert und zeigten etwas dezimiert, Wille und Leidenschaft. Genau diese Tugenden wollen sie nun erneut aufs Eis bringen: kompakte Defensive, schnelles Umschaltspiel und eine Offensive, die jederzeit zuschlagen kann.

Die Rebels reisen mit einem klaren Statement an den Bodensee. Zwei Siege gegen Memmingen in dieser Saison und ein Kader, der mit frischen Kräften aus Nordamerika verstärkt wurde, zeigen, dass Stuttgart trotz der vielen Gegentore ein gefährlicher Gegner bleibt. Das Offensivquartett Montgomery, Blais, Schingoethe und Herm gehört zu den auffälligsten Angriffsreihen der Liga – und die Islanders wissen, dass sie hier über 60 Minuten höchste Aufmerksamkeit benötigen.

Das Ziel ist klar: Punkte holen, um den Abstand nach hinten zu vergrößern und gleichzeitig den Druck auf Bayreuth zu erhöhen oder diese womöglich zu überholen.

Sonntag, 4. Januar 2026, 18:00 Uhr – Topteam Selber Wölfe fordert die Islanders

Weniger als 48 Stunden später wartet einer der schwersten Brocken der Liga: die Selber Wölfe. Der DEL2‑Absteiger steht aktuell auf Platz vier und befindet sich in einem engen Dreikampf mit Heilbronn und Bad Tölz um die Top‑4.

Im ersten Duell der Saison mussten sich die Islanders knapp mit 2:3 geschlagen geben, auch vor rund drei Wochen beim zweiten Duell mit den Wölfen mussten die Islanders erst nach Overtime dem Absteiger den Zusatzpunkt überlassen – ein Ergebnis, das man am Bodensee im dritten Anlauf unbedingt korrigieren möchte. Die BPM‑Arena soll zum Faktor werden, denn die Islanders wollen die volle Punktzahl am Bodensee behalten, um im Rennen um die direkten Playoff‑Plätze weiter Druck auf Bayreuth auszuüben.

Die Lindauer haben sich daher viel vorgenommen. Mit Teamgeist, Tempo und taktischer Disziplin wollen sie dem Favoriten Paroli bieten. Besonders wachsam müssen sie gegenüber dem Selber Kontingentstrio Schutz, Nemec und Lahtinen sein. Während Schutz und Lahtinen eiskalt vor dem Tor agieren, glänzt Nemec als Vorlagengeber – ein Dreigestirn, das Spiele im Alleingang entscheiden kann.

Doch die Islanders haben vor allem gegen die Topteams bewiesen, dass sie mithalten können. Die Mannschaft ist bereit, den Kampf anzunehmen und die eigenen Stärken selbstbewusst aufs Eis zu bringen.

Dienstag, 06. Januar 2026, 18:00 Uhr – Auswärtsspiel beim heimstarken Aufsteiger Erding Gladiators

Zum Abschluss des Fünf‑Tage‑Marathons geht es am Feiertag Heilige Drei Könige zu den Erding Gladiators – einem Gegner, der trotz Tabellenplatz zwölf alles andere als ein typischer Aufsteiger ist.

Die Islanders wissen, wie unangenehm die Oberbayern spielen können. Schon in den ersten beiden Duellen in und gegen Erding gelang es ihnen nur durch konsequente Defensivarbeit, die Gladiators nicht ins Spiel kommen zu lassen und die Punkte im Lager der Islanders zu behalten. Genau das wird auch diesmal wieder entscheidend sein.

Erding hat in dieser Saison mehrfach bewiesen, dass sie jeden Gegner schlagen können: Siege gegen Heilbronn, Selb und Deggendorf sprechen eine deutliche Sprache. Der Kader ist gespickt mit Erfahrung und Qualität – von Ex‑Islanders‑Goalie David Zabolotny über die Routiniers Ostwald und Eberhardt bis hin zu Offensivkräften wie Trattner, Schmidpeter und dem DEL‑erfahrenen Marco Pfleger.

Gerade in der heimischen Halle sind die Gladiators brandgefährlich und nach dem Trainerwechsel von Dominik Quinlan zu Thomas Daffner, haben die Oberbayern zudem mit starken Ergebnissen wieder zurück in die Spur gefunden. Die Islanders sind gewarnt – und gleichzeitig hochmotiviert, auch dieses schwierige Auswärtsspiel erfolgreich zu gestalten.

Drei Spiele, drei Gegner mit völlig unterschiedlichen Profilen – und ein Islanders‑Team, das bereit ist, alles zu geben. Die kommenden fünf Tage werden zeigen, wie stabil, fokussiert und entschlossen die Mannschaft ist. Die EV Lindau Islanders gehen mit Respekt, aber auch mit großem Selbstvertrauen in diese intensive Phase. Die Fans dürfen sich auf leidenschaftliche Auftritte, harte Zweikämpfe und hoffentlich viele Punkte freuen.

Bildquelle: Betty Ockert