Derbytime in der Lindauer BPM-Arena – Islanders empfangen Indians

Lindau (EVL) – Es wird heiß in der BPM-Arena: Am Freitag (19. Januar / 19:30 Uhr) empfangen die EV Lindau Islanders die ECDC Memmingen Indians zum ersten Heimderby der Saison im Lindauer Eichwald. Am Sonntag (21. Januar / 18 Uhr) geht es dann zum Abschluss des Wochenendes noch zum Tabellenvierten nach Bayreuth. Live können die Spiele auch wieder kostenpflichtig auf SpradeTV (www.sprade.tv) verfolgt werden.

Die Luft wird brennen, wenn am Freitagabend die LED-Beleuchtung der BPM-Arena erst ausgeht, die Spieler vorgestellt werden, durch die Feuersäulen der Flammenwerfer laufen – und rechtzeitig zum Spielbeginn das Licht wieder angeht. Denn dann steht das erste Heimderby der Lindauer gegen den Rivalen aus Memmingen an. Islanders gegen Indians verspricht den Zuschauern beider Lager immer mindestens 60 Minuten Kampf und Leidenschaft.

Es ist das dritte Aufeinandertreffen in dieser Saison und die bisherigen Derbys hatten es schon in Sich. Ende Oktober mussten sich die Islanders in einer engen Partie am Ende knapp mit 4:6 geschlagen geben, beim zweiten Aufeinandertreffen gingen die Inselstädter als verdienter Sieger mit 4:1 vom Eis. Da gelang den Inselstädtern ein exzellentes letztes Drittel, um mit drei eigenen Treffern die Partie für sich zu entscheiden.

Langes Abtasten wird es daher auch am Freitag in der BPM-Arena nicht geben, zu bedeutsam ist für beide Mannschaften und ihre Fans diese Partie. Die Lindauer müssen hier aus einer gutstehenden Defensive heraus Nadelstiche setzen und diese dann auch eiskalt verwerten. Denn mit dem DEL-erfahrenen Jaro Hafenrichter  kehrte vor gut drei Wochen ein exzellenter Spieler von seiner Verletzungspause zurück und zeigte direkt wieder Topleistungen. Hafenrichter, Matej Pekr und Edgars Homjakovs sind auch die Indians-Spieler, welche die Islanders nicht ins Spiel kommen lassen dürfen. Wenn das gelingt, diese Topspieler nicht in den Spielfluss kommen zu lassen, besteht für die Lindauer auch die gute Chance, die Punkte am Bodensee zu behalten. Aufgrund der Tabellensituation gehen die Indians schon als leichter Favorit ins Derby, aber wie in Derbys üblich, spielt dies dann oftmals keine Rolle.

Von den Islanders wird im Derby also mindestens 60 Minuten volle Konzentration und Kampfgeist gefordert sein. Verstecken werden sich die Islanders aber sicher nicht. Auch hofft man im Lager der Lindauer wieder auf zahlreiche heimische Fans und Zuschauer, die in einem engen und heiß umkämpften Derby, das Zünglein an der Waage sein könnten. Positiv ist auch die Rückkehr von EVL-Stürmer Marc Hofmann, der nach seiner Oberkörperverletzung wieder zurück in den Kader kommen wird.

Da ein erhöhtes Zuschaueraufkommen erwartet wird, sollten Karten für das Derby bestenfalls im Vorverkauf über die Reservix-Homepage oder deren Vorverkaufsstellen (wie z.B. im Lindaupark) erworben werden, um lange Wartezeiten an den Kassen zu vermeiden. Die Abendkasse wird aber auf jeden Fall auch geöffnet sein. Da auch wieder zahlreiche Memminger Fans an den Bodensee reisen und ihr Team unterstützen, wird es für diese einen separaten Eingang am „Tor“ zu Beginn der BPM-Arena geben. Einem heißen Fight im Derby steht somit nicht im Wege.

Sonntag auswärts in Bayreuth gefordert

Am Sonntag müssen die EV Lindau Islanders dann zum zweiten Mal nach Bayreuth reisen. Was die Islanders da erwartet, ist aktuell unklar, denn nach den Lizenzquerelen in der DEL2 im Sommer, dem Abstieg in die Oberliga und dem nicht ganz geräuschlosen Abgang von Sportmanager Rainer Schan kehrte die letzten Wochen ein wenig Ruhe ein, was auch die positiven Ergebnisse zeigten. Nun herrscht beim Tabellenvierten seit dem letzten Wochenende aber wieder große Unruhe. Es geht einmal mehr um Rechtsstreitigkeiten, Finanzen und Streit mit dem Stammverein. Mit Victor Knaub (Saale Bulls / OLN) und Dominik Tiffels (Starbulls Rosenheim / DEL2) verließen in der letzten Woche zudem auch noch zwei Topspieler die Bayreuth Tigers mitten in der Saison.

Für die Islanders wird es wie am Freitag gegen Memmingen trotz aller Nebenschauplätze in Bayreuth wichtig sein, defensiv 60 Minuten kompakt zu stehen, konzentriert zu bleiben und nach vorne eiskalt vor dem Tor zu agieren. In der Offensive der Tigers sind die drei Konti-Stürmer aktuell trotz aller Störfaktoren außerhalb des Eises in blendender Form. Das Trio um den Tscheche David Stach, den Finnen Eetu Elo und den Schweden Andreé Hult erzielte schon über 180 Scorerpunkte. Die Islanders Defensive ist also gewarnt. Zudem wollen sich die Islanders für die bisherigen Niederlagen revanchieren, als die Tigers die Spiele jeweils für sich  entscheiden konnten und somit auch die Punkte behielten.

Wenn es den Lindauern aber wieder gelingt, das Gesicht zu zeigen, wie sie es gegen viele der Topteams schon zeigen konnten, sind auch gegen so ein immer noch topbesetztes Team wie das der Tigers Punkte für die Islanders im Bereich des Möglichen. Diese wären im Kampf um die Pre-Playoff-Plätze auch sehr wichtige Punkte um sich bestenfalls  von den Verfolgern abzusetzen. Bildquelle: Betty Ockert