Islanders empfangen am Freitag Sonthofen und gastieren am Sonntag in Garmisch

Mit dem Erfolg am vergangenen Wochenende bei den Selber Wölfen und der Heimniederlage gegen DEL2-Absteiger Deggendorfer SC haben die EV Lindau Islanders bislang 22 Spieltage in der Hauptrunde der Eishockey-Oberliga Süd absolviert. Seit Ende September waren alle zwölf Klubs in einem Hin- und Rückspiel jeweils gegeneinander getreten. Vor Beginn der heißen Phase mit einer Einfachrunde gegen fünf Konkurrenten aus Südbayern rangieren die Islanders mit 31 Zählern auf den neunten Tabellenplatz – und somit punktgleich mit ihrem nächsten Gegner, dem ERC Bulls Sonthofen. Der gastiert am Freitag, 13. Dezember, um 19.30 Uhr beim „Blaulichttag“ in der Lindauer Eissportarena. An diesem Abend haben sämtliche Mitarbeiter von Rettungsdiensten aus der Inselstadt und dem gesamten Landkreis kostenfreien Eintritt. Am Sonntag, 15. Dezember, steht ein weiterer Prüfstein auf dem Programm: Dann beginnt bereits um 16.00 Uhr (live auf Sprade.tv) der Gastauftritt der Mannschaft von EVL-Coach Franz Sturm beim SC Riessersee.

Dass die Islanders im Kampf um Platz 10, der den vorzeitigen Klassenerhalt in der Oberliga Süd bedeutet, mehr denn je auf jeden Punkt angewiesen sind, verdeutlicht die Tabellensituation. Liegen doch der Tabellendritte EV Füssen und der Tabellenelfte, die Blue Devils Weiden, gerade einmal zehn Punkte auseinander. Pikant ist auch: Alle fünf Kontrahenten, auf die Lindau bis zum Ende der Hauptrunde am 7. Januar noch je zweimal treffen wird, stehen derzeit in der Tabelle über den Islanders – darunter vier der fünf Gegner aktuell in den Top fünf. „Meiner Einschätzung nach wird es bis zum Schluss einen ganz heißen Tanz um die Meisterrundenplätze 1 bis 10 geben. Hier wird sich noch in der entscheidenden Phase um die Weihnachtszeit zeigen, wer die Energie im Kader hat, wenn alle zwei Tage gespielt wird“, prophezeit Bernd Wucher, Erster Vorsitzender der EV Lindau Islanders, mit Blick auf die kommenden Spielwochen.

Die nächste Gelegenheit, Zählbares auf der Habenseite zu verbuchen, bietet sich für die Islanders im Heimspiel am Freitag, 13. Dezember. Um 19.30 Uhr gastieren die Bulls aus Sonthofen in der Lindauer Eissportarena. Die haben nach ihren jüngsten Erfolgen zu Hause gegen die Selber Wölfe (7:3), die Starbulls Rosenheim (9:5) sowie dem 6:4 am Sonntag in Weiden mit drei Siegen in Folge Boden gut gemacht und sind dadurch punktemäßig mit den Islanders gleichgezogen (31).

Die Zwischenbilanz beider Klubs im direkten Duell der laufenden Spielzeit ist ausgeglichen – was dem dritten Aufeinandertreffen am Freitagabend zusätzliche Brisanz verleiht: Mitte Oktober kamen die Islanders vor heimischer Kulisse gegen die Allgäuer mit 2:7 unter die Räder. Vier Wochen später, unter dem neuen Headcoach Franz Sturm, feierten seine Schützlinge einen 5:4-Penaltysieg.

In bestechender Form präsentiert sich derzeit Bulls-Kontingentmann Edgars Homjakovs. Alleine in den zurückliegenden drei Spielen heimste der Lette nicht weniger als 15 Scorerpunkte ein. Neben Homjakovs ragen in der laufenden Punktestatistik von Sonthofen der Tscheche Ondrej Havlicek, der aktuell ebenfalls 34 Zähler aufweist und mit 24 Assists zum Top-Vorlagengeber bei Sonthofen avancierte, sowie Lukas Slavetinsky (26) und der Ex-Lindauer Santeri  Ovaska (22) heraus. Interessant ist auch die Special-Teams-Statistik der Sonthofener: Neben der guten Powerplayquote sprechen die acht erzielten Tore in Unterzahl eine klare Sprache, was die Spielstärke des nächsten EVL-Gegners anbelangt.

Für die Islanders wird es darum gehen, die 5:8-Niederlage gegen Deggendorf gut aufzuarbeiten, die richtigen Lehren daraus zu ziehen und sich auf den nächsten Heimgegner und dessen torhungrige Stürmer einzustellen, um die Punkte im Eichwald behalten zu können. „Die aktuell direkten Konkurrenten um Platz 10 aus dem Norden, Weiden und Selb, spielen noch je zweimal gegen den Tabellenletzten Höchstadt, könnten also zu leichten Punkten kommen. Das macht es für uns noch schwerer und die Spiele gegen Sonthofen noch wichtiger“, sagt EVL-Präsident Marc Hindelang angesichts der großen Bedeutung des Resultats der Partie von Freitagabend.

Das zweite Spiel des kommenden Wochenendes führt die Lindauer am Sonntag ins Werdenfelser Land zum SC Riessersee. Wie bei Sonthofen, steht es in der Bilanz der bisherigen Partien gegen die Garmischer unentschieden: Einem indiskutablen 0:8-Ausrutscher zu Saisonbeginn folgte Mitte November ein hauchdünner, viel umjubelter 1:0-Erfolg in der heimischen Eissportarena. Danach musste das Team von SCR-Trainer George Kink drei weitere Niederlage hinnehmen, bevor eine Trendwende einsetzte. Mit vier Siegen in Serie über Sonthofen (6:3), Weiden (8:4), Peiting (4:3, Overtime) und jüngst gegen den Tabellenletzten aus Höchstadt (4:1) kletterten die Oberbayern auf den fünften Platz in der Tabelle. Regelmäßig liefert momentan Eetu-Ville Arkiomaa. Der Finne in Diensten der Garmischer führt die Scorerwertung des Oberliga-Klubs am Fuße der Zugspitze mit 35 Punkten an, darunter waren 25 Vorlagen. Gegen Höchstadt steuerte der 26-Jährige zwei Vorlagen und ein Tor bei. Um auch gegen Riessersee Zählbares zu holen, haben die EV Lindau Islanders also eine harte Nuss zu knacken.

Der „Blaulichttag“ bei den EV Lindau Islanders: freier Eintritt für Mitglieder und Helfer

Zum nächsten Heimspiel am Freitag, 13. Dezember, veranstalten die EV Lindau Islanders gegen ERC Bulls Sonthofen wieder den „Blaulichttag“. Alle Mitglieder und Helfer von Freiwilligen Feuerwehren, Rotem Kreuz, Technischem Hilfswerk, Wasserwacht und Kriseninterventionsdienst aus Lindau und dem gesamten Landkreis erhalten an diesem Tag freien Eintritt zum Spiel. Der „Blaulichttag“ wurde mit dem Neubau des Hallendachs im Jahr 2010 eingeführt, um amtlichen und ehrenamtlichen Helfern sowie Mitarbeitern für ihren Einsatz und der permanenten Bereitschaft zur Hilfe zu danken. Mittlerweile hat sich daraus eine Tradition entwickelt. „Ich habe größte Achtung vor der Leistung der ehrenamtlichen Helfer und möchte ihnen daher etwas für ihr Engagement zurückgeben“, betont Bernd Wucher, Erster Vorsitzender der EV Lindau Islanders.

Bildquelle: Betty Ockert