Die EV Lindau Islanders haben sich beim EC Peiting trotz eines zwischenzeitlichen 1:4-Rückstands noch einmal eindrucksvoll zurückgekämpft. Nach einem starken ersten Drittel und einer zwischenzeitlichen Führung mussten sich die Lindauer am Ende jedoch knapp mit 3:4 geschlagen geben. Timo Gams, Corvin Wucher und erneut Gams sorgten mit ihren Treffern für eine spannende Schlussphase, in der der Ausgleich trotz aller Bemühungen nicht mehr fallen wollte.
Zum letzten Spiel vor der Deutschland-Cup-Pause reisten die Islanders am Sonntagabend zum langjährigen Rivalen EC Peiting. Im Vergleich zum Freitagsspiel gegen den ESV Kaufbeuren gab es im Kader der Lindauer keinerlei Veränderungen. Daniel Filimonow stand erneut zwischen den Pfosten, Anton Brandt war sein Backup.
Die Islanders starteten gut in die Partie und waren zu Beginn das aktivere Team. Die ersten beiden guten Möglichkeiten konnten die Lindauer zwar noch nicht nutzen, in der siebten Minute schlugen sie dann aber eiskalt zu. Timo Gams eroberte sich den Puck und lief alleine auf ECP-Goalie Tommi Steffen zu. Mit einem sehenswerten Abschluss ließ er dem Schlussmann keine Chance und brachte die Islanders mit einem Traumtor mit 1:0 in Führung. Auch im weiteren Verlauf des ersten Drittels blieben die Lindauer in einer temporeichen Begegnung die aktivere Mannschaft. Peiting versuchte immer wieder, mit schnellen Gegenstößen gefährlich zu werden, doch die Defensivarbeit der Islanders funktionierte hervorragend. Zudem war Daniel Filimonow stets hellwach und zur Stelle, wenn es brenzlig wurde. Ein erstes eigenes Powerplay konnten die Lindauer allerdings nicht für einen weiteren Treffer nutzen. So ging es mit der knappen, aber verdienten Führung in die erste Pause.
Im zweiten Drittel kam der EC Peiting deutlich besser in die Partie. Das Spiel blieb schnell und intensiv, die Oberbayern übernahmen nun aber zunehmend die Kontrolle. Als die Gastgeber eine erste größere Drangphase entwickelten, mussten die Islanders eine unnötige Strafzeit hinnehmen. Peiting nutzte die Überzahl nach wenigen Sekunden zum Ausgleich. Glas-Bader fälschte einen Schuss von Dibelka unhaltbar für Filimonow zum 1:1 ab. Der Gegentreffer weckte bei den Islanders zwar wieder den Offensivdrang, ein weiterer Treffer wollte jedoch auf beiden Seiten nicht fallen. Peiting blieb weiterhin spielbestimmend und setzte die Lindauer immer wieder unter Druck. Beide Torhüter zeigten dabei teilweise herausragende Paraden und hielten ihre Mannschaften im Spiel. Mit dem 1:1 ging es schließlich in den Schlussabschnitt.
Den Start ins letzte Drittel verschliefen die Islanders leider komplett. Innerhalb von nur einer Minute schlugen die Gastgeber gleich zweimal zu. In der 42. Minute traf zunächst Reimer, ehe erneut Glas-Bader nachlegte und die Peitinger mit 3:1 in Führung brachte.
Die Islanders mussten nun mehr Risiko eingehen, fanden jedoch zunächst nur schwer den Weg vor das Tor der Oberbayern. In der 49. Minute nutzte Peiting einen weiteren Tempogegenstoß und erhöhte durch MacKinnon auf 4:1. Die Partie schien damit bereits entschieden. Doch die Islanders gaben sich nicht auf und bewiesen erneut ihre Moral. In der 54. Minute brachte Corvin Wucher die Lindauer mit seinem Treffer zum 4:2 wieder heran. Die Hoffnung auf eine späte Aufholjagd war zurück, wurde allerdings zunächst durch eine weitere Strafzeit der Islanders gebremst. Als Peiting kurz nach der Rückkehr zur Vollzähligkeit selbst eine Strafe kassierte, schlugen die Lindauer im Powerplay eiskalt zu. Nur zwölf Sekunden dauerte es, ehe Timo Gams mit seinem zweiten Treffer des Abends auf 4:3 verkürzte. Nun kannten die Islanders nur noch eine Richtung: das Tor der Peitinger. Mit viel Druck und großem Einsatz versuchten die Lindauer, den Ausgleich zu erzwingen. Der Puck wollte jedoch nicht mehr über die Linie und so blieb es am Ende bei der knappen 3:4-Niederlage.
Trotz der Niederlage zeigten die Islanders einmal mehr ihre kämpferischen Qualitäten. Nach einem starken ersten Drittel und einer schwierigen Phase im Schlussabschnitt bewies die Mannschaft Moral und kämpfte sich bis auf einen Treffer heran. Für einen Punktgewinn reichte es am Ende leider nicht mehr.
Nun steht für die Islanders zunächst die Deutschland-Cup-Pause an. Beim Turnier in Düsseldorf ruht der Ligabetrieb, ehe es für die Lindauer am Freitag, den 13. November, um 19:30 Uhr zum nächsten Bodensee-Derby geht. Dann wartet bei den HC Tigers in Dornbirn die nächste anspruchsvolle Aufgabe. Das nächste Heimspiel in der BPM-Arena steigt am Sonntag, den 15. November, um 18:00 Uhr. Dann empfangen die Islanders die Selber Wölfe und hoffen wieder auf die lautstarke Unterstützung ihrer Fans.
EC Peiting : EV Lindau Islanders 4:3
TORE
EVL#8 Gams, 7. Min., 0:1
ECP#44 Glas-Bader, 29. Min., 1:1
ECP#34 Reimer, 42. Min., 2:1
ECP#44 Glas-Bader, 42. Min., 3:1
ECP#27 MacKinnon, 49. Min., 4:1
EVL#16 C. Wucher, 54. Min., 4:2
EVL#8 Gams, 57. Min., 4:3