Die EV Lindau Islanders haben am Sonntagabend einen Punkt bei den Stuttgart Rebels eingefahren. Nach einer über weite Strecken konzentrierten und kämpferisch starken Vorstellung mussten sich die Lindauer in der Overtime knapp mit 2:3 geschlagen geben. Besonders bitter: Bis in die Schlussminute führten die Islanders mit 2:1, ehe Stuttgart noch den Ausgleich erzielte und die Partie anschließend in der Verlängerung für sich entschied.
Die personellen Voraussetzungen waren erneut alles andere als einfach. Neben den Langzeitverletzten Damian Schneider und Valentin Busch fehlte der gesperrte Robin Wucher. Kurzfristig musste außerdem Robert Peleikis passen. Aufgrund der bevorstehenden Geburt seines zweiten Kindes stand für ihn diesmal etwas deutlich Wichtigeres als Eishockey im Mittelpunkt. Die Islanders wünschen Robert und seiner Familie für die bevorstehende Geburt alles Gute.
Damit waren erneut Umstellungen in den Reihen notwendig. Von den Memmingen Indians waren Verteidiger Jakob Peukert sowie Goalie Valentin Ankirchner mit dabei. Ankirchner erhielt den Start zwischen den Pfosten, Daniel Filimonow nahm als Backup auf der Bank Platz.
Beide Mannschaften begannen zunächst etwas abwartend. Niemand wollte in der Anfangsphase einen unnötigen Fehler machen. Nach einigen Minuten erhöhten die Rebels den Druck und konnten die Islanders phasenweise tief ins eigene Drittel drängen. Die Lindauer Defensive stand jedoch kompakt und auch Valentin Ankirchner zeigte sich von Beginn an hellwach. In der 7. Minute nutzten die Islanders dann einen ihrer ersten sauber vorgetragenen Angriffe eiskalt aus. Sam Verelst bekam den Puck vor dem Stuttgarter Tor unter Kontrolle und schob ihn durch die Beine von Rebels-Goalie Vieregge zum 0:1 ins Netz. Die Führung gab den Islanders zusätzlichen Rückenwind. Lindau war nun das aktivere Team, doch Stuttgart blieb mit schnellen Gegenstößen und gefährlichen Abschlüssen jederzeit präsent. Kurz vor der ersten Pause mussten die Islanders erstmals in Unterzahl ran. Das Penaltykilling funktionierte jedoch hervorragend und überstand die Stuttgarter Druckphase ohne Gegentreffer.
Im zweiten Drittel entwickelte sich eine ausgeglichene Partie. Beide Mannschaften kamen zu guten Möglichkeiten, doch die Defensivreihen und Torhüter ließen zunächst keinen weiteren Treffer zu. In der 32. Minute fiel dann der Ausgleich. Vincent Schlenker zog einfach einmal ab, der Puck wurde im dichten Verkehr vor dem Lindauer Tor mehrfach abgefälscht und war für Ankirchner kaum zu sehen. Irgendwie fand die Scheibe ihren Weg über die Linie – 1:1. Die Islanders ließen sich davon jedoch nicht aus dem Konzept bringen und spielten weiter konzentriert nach vorne. In der 38. Minute belohnte sich Lindau schließlich erneut. Rocco Andreacchi und Noah Kane bedienten Tony-Luka Pavlovic, der eiskalt abschloss und die Islanders wieder mit 2:1 in Führung brachte. Für Pavlovic war es ein besonderer Moment: Der Lindauer erzielte damit sein erstes Profitor. Kurz vor der zweiten Pause mussten die Islanders erneut in Unterzahl ran. Auch diese Situation überstand die Mannschaft schadlos.
Die restliche Unterzahl zu Beginn des Schlussdrittels blieb ebenfalls ohne Folgen. Stuttgart erhöhte anschließend zunehmend den Druck und wollte unbedingt den erneuten Ausgleich. Die Islanders verteidigten jedoch aufmerksam und störten die Rebels bereits mit gutem Forechecking immer wieder früh im Spielaufbau. Dadurch konnten die Gastgeber häufig gar nicht erst kontrolliert in die Lindauer Zone eindringen. Bei den eigenen Entlastungsangriffen zeigte sich allerdings auch die Stuttgarter Defensive kompakt. Die Islanders hatten mehrere Möglichkeiten, den entscheidenden dritten Treffer zu erzielen, konnten diese aber nicht nutzen. So blieb die Partie bis in die Schlussphase offen. Und dann wurde es bitter: In der 59. Minute stimmte die Lindauer Grundordnung einmal nicht ganz. Stuttgart nutzte den kurzen Moment und Schubert traf zum 2:2-Ausgleich.
In der anschließenden Overtime hatten die Gastgeber schließlich das bessere Ende für sich. In der 64. Minute fand der Puck nach einem Abschluss von Lalonde etwas glücklich den Weg ins Lindauer Tor.
Damit mussten sich die Islanders letztlich mit 2:3 nach Verlängerung geschlagen geben und nehmen einen Punkt aus Stuttgart mit.
Bereits am Freitag, den 9. Oktober, um 19:30 Uhr geht es in der BPM-Arena weiter. Dann empfangen die Islanders die Passau Black Hawks und wollen vor heimischem Publikum endlich den ersten Sieg einfahren.
Stuttgart Rebels : EV Lindau Islanders 3:2 OT
TORE
EVL#36 Verelst , 7. Min., 0:1
STR#19 Schlenker, 32. Min., 1:1
EVL#91 Pavlovic, 38. Min, 1:2
STR#97 Schubert, 59. Min., 2:2
STR#12 Lalonde, 64. Min., 3:2