Beim Auswärtsspiel bei den Höchstadt Alligators stand erneut Daniel Filimonow im Tor der EV Lindau Islanders. Positiv: Zan Jezovsek kehrte nach seiner Pause wieder in den Kader zurück. Verzichten mussten die Lindauer hingegen weiterhin auf Dominik Grafenthin, der nach dem harten Check in Füssen verletzungsbedingt fehlte.
Beide Teams starteten ohne Abtasten in die Partie und sorgten von Beginn an für Tempo. Auf beiden Seiten gab es gute Möglichkeiten, doch die Torhüter zeigten sich früh hellwach. Die erste Strafzeit gegen Lindau überstand das Team mit starkem Penaltykilling – ein Muster, das sich zunächst fortsetzen sollte. In der 6. Minute dann die Führung für die Islanders: Marcus Marsall setzte Valentin Busch perfekt in Szene, der mit einem präzisen Schlenzer zum 0:1 traf. Auch eine weitere Unterzahl überstanden die Lindauer konzentriert. Gegen Ende des Drittels bot sich im Powerplay die Chance auf das zweite Tor, doch diese blieb ungenutzt. Kurz vor der Pause folgte dann der bittere Moment: Gerade von der Strafbank zurückgekehrt, nutzte Dalldush einen Konter in der 20. Minute zum 1:1-Ausgleich.
Auch im zweiten Abschnitt bekamen die Islanders früh eine Überzahlsituation, konnten diese zunächst aber erneut nicht verwerten. In der Folge übernahmen die Lindauer zunehmend die Kontrolle, schnürten die Gastgeber phasenweise im eigenen Drittel ein – doch Alligators-Goalie Luca Ganz hielt sein Team mit starken Paraden im Spiel. Als sich dann die nächste Überzahlchance bot, schlugen die Islanders endlich zu – und wie. Nur sieben Sekunden dauerte es, bis Eetu Elo in der 31. Minute das 1:2 erzielte. Die Partie nahm nun richtig Fahrt auf: Gerade einmal 18 Sekunden später erhöhte Fabian Baßler mit einem sehenswerten Schuss von der blauen Linie auf 1:3. Doch auch Höchstadt antwortete sofort und verkürzte nur 26 Sekunden danach durch Jiranek auf 2:3. Nach dieser wilden Phase beruhigte sich das Spiel etwas, Lindau blieb jedoch das aktivere Team. Kurz vor der Pause setzte Lukas Bender ein weiteres Ausrufezeichen und traf in der 38. Minute mit einem starken Schuss zum 2:4.
Im Schlussabschnitt hatten die Islanders das Spiel weiterhin unter Kontrolle. Die Defensive stand stabil, und offensiv boten sich Möglichkeiten, die Führung weiter auszubauen. Die größte Chance hatte Noah Kane, der mit einem Schuss nur den Pfosten traf und damit die mögliche Vorentscheidung knapp verpasste.
Was danach folgte, stellte den Spielverlauf komplett auf den Kopf. In der 51. Minute verkürzte Gron überraschend auf 3:4, und nur zwei Minuten später gelang Jelavic der Ausgleich zum 4:4. Die Islanders verloren in dieser Phase komplett den Rhythmus, und Höchstadt nutzte den Moment: Swinnen brachte die Gastgeber mit 5:4 in Führung. In den letzten Minuten setzte Lindau alles auf eine Karte und nahm Daniel Filimonow zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Doch die Alligators nutzten den offenen Raum eiskalt aus – Jelavic und Vojcak sorgten mit zwei Empty-Net-Treffern für den 7:4-Endstand.
Weiter geht es bereits am Sonntag (22.02., 18 Uhr) mit dem letzten Hauptrunden-Heimspiel gegen die Stuttgart Rebels. Beim „Spezltag“ wollen die Islanders wieder über 60 Minuten Herz und Leidenschaft zeigen, um den wichtigen 6. Tabellenplatz zu verteidigen.
Höchstadt Alligators : EV Lindau Islanders 7:4
TORE
EVL#98 Busch, 6. Min., 0:1
HEC#14 Dalldush, 20. Min., 1:1
EVL#76 Elo, 31. Min., 1:2
EVL#28 Baßler, 31. Min., 1:3
HEC#12 Jiranek, 31. Min., 2:3
EVL#4 Bender, 38. Min., 2:4
HEC#7 Gron, 51. Min., 3:4
HEC#62 Jelavic, 53. Min., 4:4, 59. Min., 6:4
HEC#39 Swinnen, 54. Min., 5:4
HEC#69 Vojcak, 60. Min., 7:4