Wenn die Indians aus Memmingen an den Bodensee reisen, ist Spannung garantiert. Das erste Aufeinandertreffen in Lindau endete deutlich zugunsten der Gäste, obwohl die Islanders im letzten Drittel mehrfach am Anschluss schnupperten. Die individuelle Klasse der Memminger gab letztlich den Ausschlag.
Das zweite Duell am Hühnerberg war ein wahres Spektakel: Beim 10:6 für die Indians ging es hoch her, vor allem im Schlussabschnitt. Die Islanders kämpften sich nach fast aussichtsloser Lage auf 7:5 heran und waren drauf und dran, den Anschluss herzustellen. Doch die Partie wurde hitzig, endete in zahlreichen Strafzeiten auf beiden Seiten und ließ einige offene Rechnungen zurück. Genau das macht das Derby am Freitag noch brisanter und interessanter.
Die Ausgangslage ist klar: Memmingen reist als Tabellenzweiter und Topteam der Oberliga Süd an. Mit 187 erzielten Toren stellen die Indians die zweitbeste Offensive der Liga und sind der einzige ernsthafte Konkurrent von Deggendorf im Kampf um Platz eins. Die Favoritenrolle liegt eindeutig bei den Gästen – doch Derbyspiele haben ihre eigenen Gesetze. Die Islanders sind sich der Schwere der Aufgabe bewusst, wollen aber mit Mut, Wille und Leidenschaft dem Rivalen ein Schnippchen schlagen und die Punkte am Bodensee behalten.
Auswärts bei den Passau Black Hawks
Nur zwei Tage später wartet die nächste Herausforderung: Auswärts bei den Passau Black Hawks. Für die Islanders ist die Marschroute klar: Platz sechs sichern – oder je nach Ausgang der Freitagsspiele zurückerobern. Die Black Hawks liegen aktuell sieben Punkte hinter Lindau, könnten mit einem Sieg aber näher heranrücken. Das wollen die Islanders unbedingt verhindern.
Die bisherigen Duelle zeigen, wie eng es werden kann: Zuhause siegte Lindau mit 3:1, in Passau unterlag man 2:4. Gerade auf eigenem Eis sind die Black Hawks besonders unangenehm. Die Islanders wissen, was es braucht: Disziplin in der Defensive, Entschlossenheit im Abschluss und vor allem, sich nicht von der körperlichen Spielweise der Habichte aus dem Konzept bringen zu lassen. Strafzeiten gilt es zu vermeiden, denn die Routiniers um Andrew Schembri und René Röthke sind mit ihrer Erfahrung immer gefährlich. Topscorer der Black Hawks ist derzeit Schembri, dicht gefolgt vom Kanadier Brendan Harrogate.
Bildquelle: Betty Ockert