Mit Daniel Filimonow im Tor empfingen unsere EV Lindau Islanders am Sonntag das Topteam der Selber Wölfe. Bis auf die verletzten Marvin Feigl und Kazuki Lawlor standen dem Trainerteam alle Spieler zur Verfügung – und die Islanders zeigten von der ersten Minute an, dass sie sich vor dem Favoriten nicht verstecken würden.
Beide Mannschaften legten sofort ein extrem hohes Tempo vor, ein langes Abtasten gab es nicht. Unsere Islanders präsentierten sich von Beginn an gallig, aggressiv und zweikampfstark, gaben keinen Puck verloren und setzten Selb früh unter Druck. Lindau hatte etwas mehr Spielanteile und die klareren Abschlüsse, doch die Wölfe blieben mit schnellen Umschaltmomenten jederzeit gefährlich. Ein erstes Powerplay kurz vor der Pause brachte trotz guter Ansätze noch nicht die erhoffte Führung.
Auch im Mittelabschnitt blieb das Tempo hoch. Die Islanders waren weiterhin das aktivere und zielstrebigere Team, kombinierten sich immer wieder gefährlich vor das Tor – einzig der längst überfällige Treffer wollte nicht fallen. Beide Mannschaften ließen zudem ihre Überzahlsituationen ungenutzt. Dass Lindau zu diesem Zeitpunkt nicht bereits führte, lag vor allem am überragenden Auftritt von Selbs Goalie Michel Weidekamp, der mit starken Paraden mehrfach den Rückstand verhinderte.
Ein frühes Powerplay im Schlussdrittel bot erneut die Chance zur Führung, doch trotz guter Spielzüge und Abschlüsse blieb Weidekamp auch hier Endstation. Unsere Islanders blieben geduldig, glaubten weiter an sich – und wurden belohnt: In der 57. Minute erlöste Eetu Elo die Eissportarena mit einem wuchtigen Schuss zum viel umjubelten 1:0. Doch das Spiel nahm eine bittere Wendung. Nach einer kleinlichen Strafe gegen Lindau nutzte Selb eine doppelte Überzahl mit gezogenem Goalie, und Topscorer Schutz glich nur eine Minute später zum 1:1 aus.
In der Verlängerung waren unsere Islanders wieder das gefährlichere Team, die Wölfe hatten schließlich das nötige Quäntchen Glück, vielleicht auch das Dusel, auf ihrer Seite. Müller erzielte in der 62. Minute den Treffer zum 1:2, der Selb den Zusatzpunkt sicherte. Für unsere Islanders blieb nach einer starken, leidenschaftlichen Leistung lediglich ein Punkt – der jedoch zeigt, dass man auch gegen ein Topteam auf Augenhöhe agieren kann.
Weiter geht‘s zu Hause in der BPM-Arena schon am Freitag (19.12. / 19:30 Uhr), dann erwarten wir mit den Heilbronner Falken das nächste Topteam.
EV Lindau Islanders : Selber Wölfe 1:2 OT
TORE
EVL#76 Elo, 57. Min., 1:0
VER#29 Schutz, 58. Min., 1:1
VER#22 Müller, 62. Min., 1:2