Zwei dicke Brocken für die EV Lindau Islanders

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Am Freitag geht es nach Peiting, am Sonntag kommt Rosenheim

Nach der Eroberung des achten Tabellenplatzes mit einem Overtime-Sieg gegen Memmingen und dem Sieg im direkten Duell mit Höchstadt, geht es am kommenden Wochenende mit zwei dicken Brocken der Oberliga Süd weiter. Am Freitag den 08. Februar um 19:30 Uhr spielen die EV Lindau Islanders beim EC Peiting. Zum nächsten Heimspiel am 10.02. um 18:00 Uhr sind die Starbulls Rosenheim zu Gast. Dass in der Meisterrunde alles möglich ist, haben die EV Lindau Islanders am letzten Wochenende eindrucksvoll bewiesen.

Am Freitag den 08.02. um 19:30 Uhr geht es für die EV Lindau Islanders zum „Angstgegner“ dieser Saison, dem Tabellenzweiten EC Peiting. Hier stellen sich die Lindauer der ersten Topmannschaft des Wochenendes im Spiel gegen die von Ex-Islanders und Meistercoach Sebastian Buchwieser trainierten Peitinger. Die bisherigen Spiele gegen Peiting waren immer klare Angelegenheiten. Das erste Spiel in Lindau verloren die Islanders am 2. Spieltag mit 0:5. Trotz teils guten Angriffsversuchen scheiterten sie meist am Abschluss oder dem Torwart. Beim Spiel in Peiting verlor die Mannschaft um Chris Stanley nach einem blutleeren Auftritt zu Recht mit 4:0. Beim erneuten aufeinandertreffen in Lindau, schafften es die EV Lindau Islanders bei der verdienten 2:6 Niederlage immerhin endlich mal Tore gegen die Oberbayern zu erzielen. Dies gelang auch beim letzten Spiel der Hauptrunde am Dreikönigstag in Peiting, allerdings hagelte es damals eine haushohe 1:8 Klatsche für die Islanders.

Die stärksten Spieler im Team der Peitinger sind Topscorer Milan Kostourek, sowie der Dreh- und Angelpunkt im Peitinger Spiel Kapitän Anton Saal und der Stürmer Ty Morris. Zusammen erspielten sich die Drei schon 173 Scorerpunkte, weshalb man auf dieses Trio ganz besonders aufpassen sollte. Aber auch der Rest des Teams, unter anderem Ex-Islanders Stürmer Marko Babic, darf nie zu viel Raum gelassen werden, denn diesen nutzen die Oberbayern eiskalt aus, was die EV Lindau Islanders in dieser Saison schon sehr häufig zu spüren bekamen. Vier der letzten fünf Partien in der Oberliga konnten die Oberbayern für sich entscheiden. Einzig gegen die Starbulls Rosenheim mussten sie eine Niederlage hinnehmen. Auch deshalb ist es nicht verwunderlich, dass die Peitinger mit einem sehr starken Spiel in dieser Saison vom Tabellenplatz 2 grüßen. Um den aktuell wichtigen achten Tabellenplatz der EV Lindau Islanders zu festigen und zu verteidigen, müssen die Spieler alles geben. Eine weitere deftige Niederlage könnte dieses Vorhaben gefährden. Allein deshalb wird die Mannschaft um Kapitän Andreas Farny die Tugenden und das Selbstvertrauen aus den letzten Spielen mitnehmen und sich dementsprechend pushen. An einem perfekten Tag ist es vielleicht auch möglich endlich mal gegen den sogenannten „Angstgegner“ punkten zu können.

Auf die Starbulls Rosenheim treffen die EV Lindau Islanders, am Sonntag den 10.02. um 18:00 Uhr in der heimischen Eissportarena. Momentan belegen die Oberbayern relativ gesichert den vierten Tabellenplatz der Oberliga Süd, mit 6 Punkten Rückstand auf Platz 3 und 14 Punkten Vorsprung auf Platz 5. Das Duell der beiden Mannschaften ist nach den bisherigen Spielen ausgeglichen. Im ersten Spiel der Saison unterlagen die Islanders mit 3:5 in Rosenheim. Die EV Lindau Islanders führten zwar nach dem ersten Drittel bereits 3:1, konnte diesen Vorsprung aber nicht ausbauen, sondern kassierten vor Ende des zweiten Drittels noch den Ausgleich zum 3:3. Im letzten Drittel waren die Starbulls überlegen und konnten noch zwei Tore zum Endstand von 5:3 erzielen. Im Spiel Anfang November in Lindau, verloren die Islanders am Ende einer Serie von 5 Spielen in 10 Tagen mit 1:4. Konnten sie bis zum zweiten Drittel noch mithalten, schwanden im letzten Spielabschnitt die Kräfte, nach zuvor 3 Siegen aus 4 Spielen unter anderem gegen Landshut und Selb. Erfolgreicher waren die Spiele gegen Rosenheim kurz vor Weihnachten. Am Doppelspieltag lagen die Islanders in Rosenheim bereits 2:0 zurück, ehe Anthony Calabrese zu Beginn des letzten Drittels und eine Minute vor Ende der Partie einen Doppelpack erzielte und die EV Lindau Islanders mit einem 2:2 in die Verlängerung brachte. Aber auch diese konnte keine Entscheidung herbeiführen und so sorgte Chris Stanley als letzter Schütze im Penaltyschießen in seinem ersten Spiel für die EV Lindau Islanders für den 2:3 Sieg in Rosenheim. Beim Heimspiel der Islanders nur zwei Tage später konnten die Lindauer in einem hochklassigen Eishockeyspiel die Gäste mit 3:2 schlagen und somit sogar die volle Punkteausbeute einstreichen.

Die Mannschaft um Trainer Manuel Kofler spielte trotz kleiner Durchhänger bisher eine sehr ordentliche Saison und steht zurecht auf dem vierten Tabellenplatz der Oberliga Süd. Bei den Oberbayern, die eine gute Mischung aus erfahrenen und jungen Spielern haben, stechen die Stürmer Dusan Frosch, Vitezslav Bilek sowie das Rosenheimer Eigengewächs Dominik Daxlberger heraus. Diesen Stürmern sollte die Lindauer Defensive ihre gesamte Aufmerksamkeit schenken. Hier glänzten Frosch und Daxlberger meist als Vorbereiter und Bilek als Vollstrecker. Von den letzten 5 Spielen der Meisterrunde konnten die Starbulls nur zwei gewinnen. Sie verloren gegen den Tabellenführer Regensburg und Selb relativ deutlich und überraschenderweise auch gegen Weiden in der Overtime. Die Formkurve in den letzten beiden Spielen zeigte aber wieder steil nach oben und so schlugen sie den EC Peiting auswärts mit 4:3 und fertigten die Indians aus Memmingen am vergangenen Sonntag zu Hause mit einem 7:0 ab. Die EV Lindau Islanders werden gerade aufgrund der letzten beiden Ergebnisse gewarnt sein, sich aber auch nicht ängstlich vor den Starbulls Rosenheim verstecken. Denn dass die Lindauer gegen Rosenheim mithalten und sie auch schlagen können, haben sie bereits eindrucksvoll bewiesen.

Die Mannschaft der EV Lindau Islanders hofft beim Topspiel am Sonntag im Eichwald auf eine grandiose Zuschauerkulisse, denn mit den Leistungen der letzten beiden Wochen haben sich die Spieler das mehr als verdient. Dass die Zuschauer gegen die „Großen“ der Liga ein entscheidender Faktor sein können, konnte in dieser Saison im Eichwald schon öfter beobachtet werden.