Unglückliches 3:5 in Deggendorf

  • in

Nahe dran an einer Überraschung waren die EV Lindau Islanders beim Deggendorfer SC. Letztendlich verloren die Lindauer aber eher unglücklich beim Tabellendritten mit 3:5 (2:1, 0:1, 1:3).

So interessant wie das Spiel waren auch die Aussagen der Trainer bei der anschließenden Pressekonferenz. Als EVL- Coach Dustin Whitecotton die mangelnde Spritzigkeit seines Teams als einen der Faktoren für die Niederlage ausmachte, reagierte Deggendorfs John Sicinski überrascht. „Dann möchte ich Euch einmal spritzig sehen, denn wir sind eine halbe Stunde mit dem Tempo kaum zurechtgekommen und konnten froh sein, nicht höher als 1:2 zurück zu liegen.“

Ein schönes Lob, für das sich die Islanders allerdings wenig kaufen können. Stark war jedenfalls die Reaktion auf den 0:1 Rückstand nach der Drangphase der Gastgeber in der achten Minute. Denn postwendend kamen die Lindauer zurück. Zdenek Cech erkämpfte sich 26 Sekunden später hinter dem DSC- Tor die Scheibe und bediente Michal Mlynek im Slot, der zum Ausgleich einschoss. Überhaupt war Mlynek der auffälligste Lindauer Stürmer im ersten Durchgang, gab er doch alleine sechs der 14 Torschüsse der Gäste ab, die allerdings nur noch einmal – erneut durch Mlynek in Überzahl – trafen (15.).

Bis Mitte des zweiten Drittels gerieten die Lindauer kaum in Gefahr, wurden aber dafür bestraft, dass sie es versäumten, das 1:3 zu erzielen. Nach 32 Minuten verwertete Alexander Janzen in Überzahl einen Abpraller zum Ausgleich. Danach gerieten die Gäste mehr unter Druck, das Unentschieden nach 40 Minuten ging demnach dann in Ordnung.

Danach folgte das, was Whitecotton eingangs erwähnte. „Uns hat ein Schritt gefehlt, wir haben keinen Weg gefunden unseren Druck auszuüben.“ Diese plötzliche Passivität nutzten die Gastgeber im Stile eines Spitzenteams gnadenlos aus. Benedikt Böhm und DSC- Torjäger Kyle Gibbons schraubten in der 43. und 46. Minute das Ergebnis auf 4:2.

Die Reaktion der Islanders war dann aber wieder positiv. Unmittelbar nach der Auszeit, die Whitecotton nach dem Doppelschlag nahm, waren die Gäste wieder präsenter und kamen durch ein sensationelles Tor von Dylan Quaile, der bei einem Solo aus dem eigenen Drittel gleich vier Deggendorfer stehen ließ, zum Anschluss (51.). Im folgenden Lindauer Sturmlauf, in dem die Islanders sich einige Torchancen erspielten, hatte Quaile sogar noch die Möglichkeit zum Ausgleich, DSC Keeper Daniel Filimonov verhinderte aber mit einer überragenden Parade das fällige 4:4.

Statt Unentschieden hieß es dann wenig später 5:3, nachdem Janzen in der 59. Minute ins leere Tor getroffen hatte. Es war also wieder mehr drin, leider fehlte den Islanders in der entscheidenden Phase die Kaltblütigkeit, um dies umzusetzen. Dennoch bleibt festzuhalten: Der Richtung, in die Whitecottons Team geht, stimmt.

Deggendorfer SC – EV Lindau Islanders 5:3 (1:2, 1:0, 3:1). Tore: 1:0 (07:32) Leinweber (Varvusa, A. Janzen – PP1), 1:1 (07:58) Mlynek (Lüsch, Cech); 1:2 (14:12) Mlynek (Fuchs, Lüsch – PP1), 2:2 (31:00) A. Janzen (Gibbons, Vavrusa – PP1), 3:2 (42:23) Böhm (Gibbons), 4:2 (45:24) Gibbons (Leinweber), 4:3 (50:31) Quaile (Geijerhos, Adams), 5:3 (58:49) A. Janzen (Gibbons – ENG). Strafen: Deggendorf 4 – Lindau 4.  Zuschauer: 1156