Neuer BEL-Modus – Mindestens 32 Spiele für Lindau

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Testspielgegner für den 28.9. gesucht

Spannung von Anfang bis Ende verspricht der neue Modus für die Fans der Eishockey-Bayernliga und des EV Lindau. Im neuen System werden die Islanders mindestens 32 Spiele absolvieren – im Erfolgsfall sogar noch einige mehr. Und: jedes der 13 Teams wird gegen Saisonende Spiele im Play-Off Format bestreiten – entweder um den Aufstieg oder gegen den Abstieg.

Da die Liga nach dem Rückzug des EC Stiftland Mitterteich und die – durch den (zu) späten Zeitpunkt dieser Nachricht – vergebliche Suche nach einem Nachrücker nur mit 13 Teams an den Start geht, war es für die Verantwortlichen extrem schwer, den bestmöglichen Modus herauszufinden. „13 ist in diesem Fall wirklich eine Unglückszahl, wenn man Spannung haben will und ausreichend Spiele für alle Mannschaften. Ungerade Teilnehmerzahlen sind immer problematisch, aber mit 15 hätten wir uns definitiv leichter getan, als mit 13“, sagt EVL- Vorsitzender Marc Hindelang, der als stellvertretender Eishockey Obmann im Bayrischen Eislaufverband (BEV) stark in die Planungen involviert ist. „Alle 13 Vereine haben sich miteinander abgestimmt, Vorschläge erarbeitet und dann auf den bestmöglichen Vorschlag geeinigt. Ich bin begeistert darüber, wie alle an einem Strang ziehen. Das ist eine sehr reife Teamleistung von allen.“

Am 10. Oktober starten die Bayernligisten demnach in die Vorrunde, in der bis zum 11. Januar jeder gegen jeden spielt. Anschließend wird die Liga dreigeteilt. Die besten fünf Mannschaften spielen danach die Platzierungen aus, mit denen sie ins Viertelfinale einziehen.

Die Mannschaften auf den Plätzen sechs bis 13 ermitteln währenddessen in zwei Vierergruppen die restlichen drei Viertelfinalisten. Die Gruppensieger sind dafür direkt qualifiziert, die beiden Gruppenzweiten ermitteln in einer Play-Off Runde „Best of 3“, den achten und letzten Teilnehmer. Danach geht’s ab 20. Februar im „Best of 5“ weiter, das Halbfinale wird aus Zeitgründen wieder „Best of 3“ gespielt, das Finale ab 20. März wieder „Best of Five“. „Das Finale ist deshalb wieder länger, weil es etwas Besonderes ist und ein Aushängeschild für unsere Liga sein soll, schließlich geht es um den Aufstieg in die Oberliga. Spätestens am Karsamstag steht dann der Bayernliga- Meister 2015 fest.

Auf der anderen Seite gibt es heuer zwar keinen Direktabsteiger in die Landesliga, da ja eine Mannschaft fehlt. Allerdings wird der 13. mit dem Vize-Meister der Landesliga eine Relegation bestreiten müssen. Dieses Team wird in einer Play-Down-Runde ermittelt. Zunächst spielen die Dritten und Vierten der beiden Vierergruppen im „Best of 3“ gegeneinander, die Verlierer spielen im selben Format den Relegationsteilnehmer aus, der sich in Hin- und Rückspiel mit dem Landesliga- Teilnehmer misst.

„Es ist ein Übergangsmodus für eine Übergangssaison. Ich sehe Spannung zu jedem Zeitpunkt – auch in der Platzierungsrunde der Top Fünf, wenn es um die beste Ausgangsposition für das Viertelfinale geht. Da sind schließlich auch Top-Mannschaften unter sich“, sagt Hindelang.

Nun ist die nächste schwere Aufgabe, den Spielplan für diese Runde zu erstellen. „Auch hier sind die Vereine im Dialog. Wir versuchen möglichst viele Wünsche unterzubringen, wie etwa bevorzugte Heimspieltage, wenn es sich einrichten lässt. Es ist ja kein Geheimnis, dass der EVL zum Beispiel lieber Sonntags daheim spielt. Andere treten dafür lieber am Freitag zuhause an. Dann wär‘s ja blöd, wenn man es bei solchen Vereinen dann umgekehrt angesetzt würde.“ Der Spielplan sei auch schon fertig, allerdings würden noch die Anfangszeiten aller Vereine fehlen. „Das ist jetzt nur noch eine Frage der Rückmeldung, sollte aber diese Woche in trockenen Tüchern sein“, sagt Hindelang.

Leider hat sich auch im Vorbereitungsprogramm der Saison eine Lücke für die Islanders aufgetan. „Der HC Landsberg hat uns für den 28.9. leider kurzfristig abgesagt. Nun sind wir auf der Suche nach einem neuen Testspielgegner und hier für alles offen“, sagt Team-Manager Sebastian Schwarzbart.

Parallel dazu sind die Islanders intensiv mit ihren Personalplanungen beschäftigt und werden zeitnah zwei weitere Neuzugänge vorstellen. Auch die Gestaltung der neuen Homepage und der Umzug auf evlindau.com nimmt Formen an. „Wir ziehen um, weil es eine Virusattacke auf die .de-Adresse gab und wir die Gelegenheit zur Umgestaltung nutzen, schalten aber erst frei, wenn wir zufrieden sind.“ Die neue Vereinsadresse Islanders@evlindau.com ist allerdings schon aktiv.

Per Mail nehmen die Islanders auch Bewerbungen für das Betreuerteam entgegen. „Wir wollen dieses erweitern und suchen auch jemanden, der Videoaufnahmen unserer Spiele macht, damit wir diese besser analysieren können“, sagt Team- Manager Sebastien Schwarzbart, der unter seba@evlindau.com erreichbar ist.Man sieht also: Es ist zwar Sommer – aber nicht wirklich Pause für die Islanders….