Mike Muller übernimmt

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Die EV Lindau Islanders haben eine Lösung in der Trainerfrage gefunden. Bis Saisonende wird Mike Muller die Lindauer übernehmen und sein Debüt als Verantwortlicher an der Bande am Sonntag (18 Uhr) gegen den ESC Geretsried feiern.

Der 46jährige übernimmt das Amt von Interimstrainer Alexander Jäger, mit dem er zusammen bereits in Geretsried das Team betreute. „Da Alex als Sportdirektor der Champions Hockey League sehr stark eingespannt ist, war sein einspringen ohnehin zeitlich begrenzt. Er hat uns dabei geholfen, diese Lösung zu finden und übergibt Mike sozusagen die Aufgabe“, sagt EVL- Vorsitzender Bernd Wucher, der froh sei, dass dieser fließende Übergang möglich ist. Dazu beigetragen hat auch Mullers Arbeitgeber, der Muller die Erlaubnis gab, die Islanders bis zum Ende dieser Saison zu coachen. „Dafür sind wir sehr dankbar.“

Mike Muller ist vielen Eishockey- Fans in der Region aus seiner Zeit beim EV Ravensburg ein Begriff. Dort war der ehemalige Verteidiger von 2004 bis 2007 zu Oberligazeiten als Kapitän einer der Publikumslieblinge und später als Trainer im Nachwuchs sowie Co-Trainer bei den Towerstars beschäftigt. Als Cheftrainer arbeitete er ebenfalls bereits in der DEL2, beim ESV Kaufbeuren. „Er ist ein Trainer, der motiviert und die klaren Ansagen gibt, die das Team braucht, denn es ist weiterhin an unserer Mannschaft, zu zeigen, was in ihr steckt“, sagt Wucher.

Gegen den ESC Geretsried gehen die Lindauer zwar als Favorit ins Rennen und müssen anders als am Startwochenende zeigen, dass sie diese Rolle seriös annehmen und gestalten können. Die River Rats spielen frei auf, haben sie doch mit Platz Acht der Bayernliga- Hauptrunde ihr Saisonziel Klassenerhalt vorzeitig erreicht und ihr bestes Ergebnis seit dem Wiederaufstieg erzielt. Der ESC ist genau die Sorte Gegner, die es vermag, einen Oberligisten zu ärgern, weil sie erstens genau das tun möchte und zweitens nichts zu verlieren hat. „Es ist nicht so, dass die Saison jetzt für uns abgeschlossen ist. Wir wollen eine gute Verzahnungsrunde spielen und die Play- Offs erreichen“, sagt Trainer Ludwig Andrä, der einen großen Kader mit Spielern zur Verfügung hat, die hauptsächlich aus der Region stammen. Allerdings sticht Kontingentstürmer Ondrej Horvath heraus, der in vier Spielen bereits drei Tore erzielen konnte. Zuletzt traf der Tscheche in Höchstadt doppelt, als die River Rats nur knapp mit 3:4 unterlagen. In Miesbach gab es dagegen einen 3:2 Sieg, der zeigt, dass die Oberbayern auch auswärts ihre Qualitäten haben.

Es gibt also genug Gründe, vor dem ESC Geretsried gewarnt zu sein. Zudem wäre ein Erfolg zum Auftakt der „Rückrunde“ der Gruppenspiele in der Oberliga- Qualifikation extrem wichtig für die Islanders, um weiterhin das Ziel Heimrecht in den Play- Offs verfolgen zu können und natürlich auch, um Mike Muller einen guten Einstand im Eichwald zu geben.

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