Lindau führt 1:0 in der Play-Off-Serie

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Die EV Lindau Islanders haben ihr Heimrecht genutzt und gehen mit 1:0 in der „best-of-five-Serie“ in Führung. Die Islanders gewannen daheim vor knapp 500 Zuschauern am Ende klar mit 8:2 (2:2, 4:0, 2:0).

Kurios war der Start in die Partie. Nach 13 Sekunden stand es bereits 1:0 für die Gäste aus Sachsen. Lindau glich in der 5. Minute aus. Torschütze Jeffrey Smith. Bereits drei Minuten später wieder ein Rückstand, der sprichwörtlich erst in der letzten Spielmiunte des 1. Drittels egalisiert wurde. Den Treffer markierte Lubos Sekula.

Viel mehr vom Spiel hatten die EV Lindau Islanders im 2. Spielabschnitt. Viel Druck und Drang auf das gegnerische Tor wurden belohnt. Vier Treffer erzielten die Lindauer. 23. Jeffrey Smith, 24. Simon Klingler, 30./34. Troy Bigam. Mit 6:2 ging es in die zweite Pause.

Das Schlussdrittel war gepügt von vielen Strafzeiten. Schönheide nahm davon sieben 2-Minuten-Auszeiten, Lindau kam mit fünf 2-Minutenstafen aus. Jeweils weitere Treffer markierten Simon Klingler in der 47. und Jeffrey Smith bei seinem zweiten Penalty in der 51. Minute.

In der PK stellte der Sportdirektor Michael Rumrich von den Wölfen fest, dass dieses Mal nicht das Eis schuld gewesen ist, dass seine Mannschaft verloren hat. Vielmehr waren es die Jungs selbst, die heute ihr Spiel verloren haben. Dustin Whitecotton machte klar, dass mit dem heutigen 1. Sieg noch nichts erreicht ist. Er sagte, „wir haben am Sonntag 500 KM und 7 Stunden Busfahrt in den Beinen. Schönheide spielt Zuhause. Das wird nicht einfach.“

Play-Offs haben ihre eigenen Gesetze. Wir wünschen den Jungs am Sonntag alles Gute und viel Erfolg. Ein ausführlicher Spielbericht folgt.

 

Ein Beitrag unseres Medienpartners „schwaebische.de„. Geschrieben von Peter Schlefsky

EV Lindau erwischt starken Play-off-Auftakt

Islanders besiegen in der Eissportarena den EHV Schönheide 09 mit 8:2

Play-off-Start geglückt, und wie: Die EV Lindau Islanders haben am Freitagabend gegen den EHV Schönheide 09 einen klaren 8:2-Heimerfolg (2:2, 4:0, 2:0) eingefahren. Den Grundstein für den Kantersieg vor heimischer Kulisse legte die Mannschaft von EVL-Headcoach Dustin Whitecotton im mittleren Spielabschnitt.

Denn hier konnten sich die Islanders, nach dem 2:2-Zwischenstand zur ersten Drittelpause, mit drei Treffern binnen zehn Minuten vorentscheidend absetzen. Zunächst holte sich EVL-Topscorer Jeff Smith nach Zuspiel von Andreas Farny hinter dem gegnerischen Tor die Scheibe, ließ Gäste-Verteidiger Kilian Glück im Sprint einfach stehen, positionierte sich links vor Gäste-Goalie Florian Neumann und schlenzte den Puck ins rechte Toreck ein (23.).

Keine 60 Sekunden später demonstrierte der EVL, wie schön und schnörkellos Eishockey gespielt werden kann. Ein Pass aus der eigenen Hälfte von Lubos Sekula nahm Troy Bigam auf und leitete sofort weiter zu Simon Klingler, der zum 4:2 vollendete. Nach fast genau einer halben Stunde Spielzeit sahen die Zuschauer einen Angriff über EVL-Kapitän Tobias Fuchs, Zdenek Cech und Klingler. Der bediente Bigam, der aus ganz spitzem Winkel draufhielt. Irgendwie rutschte die Spielscheibe zwischen Neumanns Schoner und dem rechten Pfosten ins Netz zum 5:2. „Wir haben unseren Gegner zum Toreschießen eingeladen“, meinte Sportdirektor Michael Rumrich nach Spielschluss während der Pressekonferenz über den Auftritt der Sachsen in dieser Phase.

Als wenig später Petr Heiders Distanzschuss abgefälscht und unhaltbar zum 6:2 im Schönheider Gehäuse einschlug (34.), bogen die Lindauer unwiderstehlich auf die Siegerstraße ein, die Partie war zu diesem Zeitpunkt so gut wie gelaufen. Ganz wichtig an diesem Abend war das erfolgreiche und überaus effektive Ausnutzen der Strafzeiten durch die Hausherren: Sowohl Heiders Tor zum 6:2 als auch das 2:2 von Sekula in Überzahl glückten. Wobei der Ausgleichstreffer ganz am Ende des ersten Drittels (20.) für Lindau genau zur rechten Zeit kam – und die passende Antwort auf die frühe Gästeführung des Abends.

Die fiel nach exakt 13 Sekunden durch Vitaljis Hvorostinins und erwischte die Islanders – die auf Michal Mlynek, Marco Miller, Sascha Paul und später auch Philipp Haug verzichten mussten – eiskalt. Glück für den EV Lindau, dass kurz darauf Petr Gulda nach einem Rückspiel über Bande an die Scheibe nicht ran kam. Der 1:1-Ausgleich durch Smith, der sich hinter dem gegnerischen Tor durchmogelte, am linken Pfosten aufkreuzte und vollendete, war nur von kurzer Dauer. Drei Minuten später netzte Schönheides Kontingentspieler Petr Kukla eine unübersichtliche Situation vor EVL-Goalie Beppi Mayer aus und traf zum 2:1 für die Gäste.

Die machten den Lindauern vor allem in den ersten 20 Minuten das Leben mit ihrem offensiven Abwehrverhalten schwer und störten den Spielaufbau. Dazu gesellten sich mehrere Abspielfehler bei den Islanders, doch hielt Mayer zu diesem Zeitpunkt mit guten Paraden und tollen Reflexen im Spiel. Gut, dass Lubos Sekula eben noch vor der Pausensirene das 2:2 nach einem Alleingang markierte. „Das erste Drittel war ausgeglichen“, gab EVL-Coach Whitecotton in seiner Bilanz zum ersten Play-off-Spiels unumwunden zu.

Gäste wechseln den Torhüter

Nach dem schon geschilderten Erfolgslauf der Lindauer bis zur zweiten Drittelpause wurde die Partie ruppig, was in erster Linie an den Gästen lag. Schönheider Spieler bevölkerten die Strafbank in schöner Regelmäßigkeit, fünf Minuten vor Spielschluss musste sich das Schiedsrichtergespann mächtig ins Zeug legen, als die Fäuste flogen. Zu diesem Zeitpunkt hatte Jeff Smith die zweiten Penalty-Chance zum 8:2 verwertet (51.). Und davor traf Klingler und bescherte Sebastian Modes einen Kurzeinsatz im Kasten von Schönheide, nachdem Goalie Florian Neumann entnervt aufgab.