Halbfinale gegen Höchstadt – Erinnerungen an 2015

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Es ist inzwischen eine lange Rivalität, die die EV Lindau Islanders und die Höchstadt Alligators verbindet. Nun bekommt sie eine weitere Neuauflage, das Halbfinale um die Bayrische Playoff- Meisterschaft. Am Freitag (20 Uhr) in Höchstadt und Sonntag (18 Uhr) in der Eissportarena Lindau geht es um den Einzug ins Finale.

Nachdem die erste sportliche Entscheidung im Viertelfinale fiel, nämlich die Qualifikation für die kommende Oberliga Süd Saison, haben die beiden Vereine nun die Chance, die Saison zu veredeln. Für die Alligators, die schon überlegen die Bayernliga- Meisterschaft feiern durften, wäre es nach dem Wiederaufstieg ein Sahnehäubchen auf einer Saison, in der sie nach dem doch überraschenden Abstieg im Vorjahr eine positive Reaktion zeigten, Kader und Stadion zukunftsfähig machten und gestärkt in die dritte Liga zurückkehren. Dementsprechend ausgelassen waren auch die Feierlichkeiten nach dem 8:1 im Viertelfinale gegen den TSV Erding, der den entscheidenden Sieg zum Aufstieg bereits nach fünf Spielen der Serie bedeutete.

Für die Islanders wäre der Titel ein Trostpflaster nach einer Achterbahnsaison, die zwischen Dezember und Februar das Schlimmste befürchten ließ und durch den Viertelfinalsieg über Landsberg gerettet wurde. Jetzt können die Lindauer noch einmal Werbung für sich machen und den Lindauer Eishockey- Fans ohne den ganz großen Existenzdruck Freude bereiten.

Nach den beiden Gruppenspielen (6:5 nach Verlängerung in Lindau und 2:5 in Höchstadt) ist es nun das dritte Aufeinandertreffen der beiden Kontrahenten, die sich stets unterhaltsame bis spektakuläre Begegnungen lieferten. Unvergessen natürlich die Finalserie um die Bayernliga- Meisterschaft, die just in diesen Tagen vor drei Jahren begann und mit dem Titel der Islanders nach fünf dramatischen Finalspielen endete.

Zahlreiche Cracks von damals sind noch mit dabei, aber für einen wird es eine kleine Abschiedstour: Höchstadts Spielertrainer Daniel Jun wird den Klub nach der Saison verlassen um Nachwuchstrainer in Kaufbeuren zu werden und ein letztes Mal seine Klasse gegen die Islanders zeigen wollen. Dabei darf er sich der Unterstützung einiger hochkarätiger Individualisten sicher sein. In den Playoffs sind Michal Petrak und Ex-Nationalspieler Vityli Aab mit 15 beziehungsweise 13 Skorerpunkten in fünf Spielen die Top- Spieler im BEV Bereich.

Eine sportliche Herausforderung für die Islanders, die ihre Saison natürlich noch einmal verlängern wollen. Dies kann gelingen, wenn die Lindauer Play-Off Monster Simon Klingler, der mit sieben Toren bester Torschütze der Play-Offs ist (Platz Sieben der Scorerwertung), Jeff Smith (8 Punkte) und Andreas Farny (7) weiter die Form der letzten Spiele gegen Landsberg zeigen. Zumal in der kurzen Best-of-Three Serie keine Fehler erlaubt sind. Wer zweimal gewinnt, steht im Finale. Sollte dies am Wochenende noch keinem der beiden Teams gelungen sein, fällt die Entscheidung am Dienstag im dritten Spiel in Höchstadt.