Fünftes Spiel in zehn Tagen

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 So gerne sind die Spieler der EV Lindau Islanders lange nicht mehr in ihren Mannschaftsbus gestiegen. Denn die Fahrt, die die Lindauer am Sonntag zu absolvieren haben, ist um 270 Kilometer kürzer und dauert zwei Stunden weniger, als die letzten beiden nach Schönheide.

Ein gar nicht zu unterschätzender Faktor, denn für den EVL steht am Sonntag um 18 Uhr beim TEV Miesbach das fünfte Spiel innerhalb von zehn Tagen auf dem Programm. Körperlich eine harte Prüfung für die Lindauer, zumal der Gegner genau hier seine Stärken hat. „Ich habe keine Bedenken, was die Fitness betrifft. Aber wir müssen auf jeden Fall besonders intelligent spielen“, sagt EVL- Trainer Dustin Whitecotton „und vor allem Strafen vermeiden“. Denn gerade die Unterzahlsituationen sind es, die besonders viel Kraft kosten. Allerdings nährt die wesentlich kürzere Anreise auch die Hoffnung, dass die Islanders besser in das Auswärtsspiel starten, als das jeweils in Schönheide der Fall war. Es ist sicher kein Zufall, dass es in dieser Serie ausschließlich Heimsiege gab. Die Reisestrapazen haben sicher eine Rolle gespielt.

Jetzt kann man sich also wieder auf den reinen Sport konzentrieren, auf das, was die Play-Offs ausmacht. Wie groß der Unterschied sein kann, zeigt sich in der Heimbilanz des Gegners. In der Gruppenphase der Verzahnungsrunde wackelte der TEV bedenklich und verlor vier von fünf Heimspielen – unter anderem 3:6 gegen die Lindauer. Danach wandelte sich das Bild komplett und die Oberbayern schlugen die Höchstadt Alligators mit 5:2 und 6:5, haben also nicht nur ihre Heimstärke wiederentdeckt, sondern auch noch elf Tore in den beiden Partien erzielt. Der Erfolg hat auch die Fans wieder aufgeweckt. So kamen zum entscheidenden Spiel gegen Höchstadt 900 Zuschauer – und durften den Aufstieg in die Oberliga feiern. Der TEV scheint also nicht nur dafür gut gerüstet zu sein, sondern auch für das Halbfinale. Die Anreise ist für die Islanders zwar um einiges kürzer – die Aufgabe aber schwerer denn je.