Freitag in Füssen

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Nach dem Start in die Rückspiele der Gruppe A in der Oberliga- Qualifikation müssen die EV Lindau Islanders an diesem Wochenende gegen die Gegner der ersten beiden Spieltage antreten. Dabei geht es am Freitag (19:30) zum EV Füssen.

Diesmal sollen es mehr als zwei Punkte aus zwei Spielen für die Lindauer werden, die ohne Simon Klingler antreten müssen, der für seine Matchstrafe vom letzten Sonntag vom BEV für insgesamt drei Partien gesperrt wurde. Die Islanders haben also in beiden Spielen eine Rechnung offen.

Schließlich war es EV Füssen, der den Islanders die bittere Startniederlage zum Auftakt der Verzahnungsrunde beibrachte, die die Lindauer so gehörig ins Wanken brachte. Trotz einer 3:1 Führung unterlagen die Islanders in der Verlängerung mit 4:5. Allerdings machten die Allgäuer aus dieser Motivationsspritze im Anschluss zu wenig, während der EVL sich einigermaßen fing. In der ersten kompletten Trainingswoche unter Mike Muller arbeiteten die Islanders intensiv an den Defiziten, wozu auch der überraschende Kräfteabfall in der Schlussphase einiger Spiele gehörte, aber auch die Effizienz von Über- und Unterzahl.

„Die Spieler ziehen gut mit“, sieht Trainer Mike Muller sein Team ordentlich gerüstet für die nächsten Spiele, in denen Punkte hermüssen, um die Play- Off Qualifikation zu sichern. Denn es ist ein extrem enges Rennen. So liegen nur drei Punkte zwischen Platz zwei, also Heimrecht im Viertelfinale und Platz fünf, der übernächstes Wochenende bereits das Saisonende bedeuten würde, also einem Horrorszenario gleich käme.

Eben diesen fünften Platz belegt der EV Füssen, der letztes Wochenende erneut einem Oberligisten das Bein stellte und den TEV Miesbach mit 5:4 schlug und dies, obwohl mit Kapitän Eric Nadeau und den Verteidiger- Routiniers Lubos Velebny und Christian Krötz drei wichtige Spieler ausfielen. Zumindest auf Nadeau wird der EVF auch gegen die Islanders wohl verzichten müssen. Dennoch herrscht im Kader genug Tiefe, denn EVF Trainer Christian Zellhuber kann auf einige DNL- Spieler zurückgreifen. Und dass diese dem Altmeister richtig Schwung und Tiefe geben können, hat man beim Hinspiel in Lindau gesehen. Auch Bayernliga- Meister Höchstadt wurde trotz einer frühen 2:0 Führung anschließend überrannt und unterlag am Kobelhang mit 3:6.

Der EVL, der sich aktuell nur auf Platz Drei befindet und bei einer Niederlage von Füssen überholt werden würde, muss diesmal also schon beim ersten Wechsel voll bei der Sache sein, damit nicht ein Ende wie in Geretsried droht, als man letztlich erfolglos einem Rückstand hinterherlief.