Alles auf Anfang – EVL verliert Spiel Zwei

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Alles wieder offen im Bayernliga Halbfinale zwischen den EV Lindau Islanders und dem EHC Waldkraiburg. Nach dem Auftaktsieg am Freitag konnten die Lindauer zuhause nicht nachlegen und unterlagen nach Penaltyschießen mit 2:3 (1:0, 1:0, 0:2).

Hochklassig und dramatisch ging es zu in der mit 1149 Zuschauern prall gefüllten Eissportarena. Der EHC Waldkraiburg zeigte von Anfang an, dass er gewillt war, sich den am Freitag aus den Händen gegebenen Heimvorteil zurück holen zu wollen. Gleichzeitig wollten die Islanders einen großen Schritt in Richtung Finale machen, begannen wie schon am Freitag konzentriert und aufmerksam in der Defensive.

So begegneten sich beide Teams erwartungsgemäß auf Augenhöhe und spielten Chancen heraus. Etwas zwingender waren dabei aber die Gastgeber, die Pech hatten, als Zdenek Cech nach elf Minuten in Überzahl nur den Pfosten traf. Allerdings war Cech auch maßgeblich an der Führung des EVL beteiligt. Eine tolle Kombination über ihn und Michal Mlynek schloss Martin Sekera zur Pausenführung ab (16.).

Im zweiten Drittel kamen die Gäste aktiver aus der Kabine, konnten aber aus einer ersten Druckphase kein Kapital schlagen. Danach hatten eher die Lindauer ein Tor auf dem Schläger. So scheiterte Cech nach 28 Minuten nach schönem Querpass von Sekera an EHC-Goalie Patrick Vetter, der sicherer agierte als noch im ersten Spiel. In dieser heiß umkämpften Phase erspielten sich die Löwen mehr Spielanteile, bessere Möglichkeiten hatte aber weiterhin der EVL. So verfehlte Marko Babic bei seinem Solo knapp (32.), ebenso wie Sascha Paul drei Minuten vor der Pause vorbeizielte. Was zuvor nicht funktionierte, klappte dann nach 39 Minuten in Überzahl. Nach einem Abpraller war Steffen Kirsch zur Stelle und schoss aus halblinker Position zum 2:0 ein.

Ein sicherer Vorsprung war das allerdings an diesem Tag nicht. Denn zu Beginn des zweiten Drittel fanden sich die Gastgeber fast zwei Minuten in doppelter Unterzahl wieder. Hier hatte Waldkraiburg seine Chancen, fand aber keine Lücke im aufopferungsvoll kämpfenden Lindauer Defensiv-Verbund. Umso bitterer, dass der EHC unmittelbar nachdem die Islanders wieder komplett waren, doch zum 2:1 traf. Andreas Paderhubers verdeckter Schuss von der blauen Linie war für Beppi Mayer nicht zu halten. Dummerweise kassierte der EVL mit dem Tor gleich noch eine Strafe, die den Löwen weitere Energie und neuen Schwung gab.

In diese Druckphase hinein startete Steffen Kirsch nach 47 Minuten ein Break, das nur durch ein Foul gebremst werden konnte. Regelgerecht gab es danach Penalty für die Lindauer, den Kirsch aber nicht an Vetter vorbeibrachte. Die „Strafe“ dafür folgte zwei Minuten später. Im eigenen Drittel gerieten die Islanders zunehmend unter Druck, was Lukas Wagner mit einem erneut verdeckten Schuss zum Ausgleich nutzte.

In den letzten zehn Minuten wogte das Geschehen dann hin und her, da beide Teams die Entscheidung in der regulären Spielzeit suchten. Kirsch hätte zehn Minuten vor Schluss seinen Doppelpack schnüren können, sein Abfälscher ging aber knapp vorbei. In der 53. Minute hatte Martin Sekera seine große Möglichkeit, aber feuerte die Scheibe freistehend am Tor vorbei. Im Gegenzug musste dann Beppi Mayer in höchster Not bei einem EHC Konter retten.

Die Dramaturgie dieses Halbfinals war damit noch nicht erschöpft. Vier Minuten vor Schluss wurde eine lächerliche Strafe gegen EVL-Kapitän Tobias Fuchs ausgesprochen, als ein Zusammenprall sogar als Check von Hinten gewertet wurde. Glücklicherweise konnten die Lindauer diese heikle Phase überstehen. Allerdings fehlte Fuchs dann auch in der Verlängerung, als die Islanders noch einmal in Überzahl ran durften. Allerdings wollte der Siegtreffer dabei nicht gelingen.

Die schafften dann die Gäste im Penaltyschießen. Als einziger Schütze traf EHC-Kapitän Max Kaltenhauser und stellte die Serie damit auf 1:1. „Waldkraiburg hat große Comeback Qualitäten gezeigt. Aber es hat ja auch niemand bei uns erwartet, dass wir durch dieses Halbfinale durchspazieren“, sagte EVL Präsident Marc Hindelang. „Jetzt ist es halt eine Best of Three Serie. Darin haben wir ja letztes Jahr nicht ganz so schlecht ausgesehen.“

Um weiterzukommen müssen die Islanders allerdings noch einmal in Waldkraiburg gewinnen. Die nächste Chance dazu bietet sich am kommenden Freitag, ehe am Sonntag darauf das vierte Spiel der Serie wieder im Eichwald steigen wird.

EV Lindau Islanders – EHC Waldkraiburg 2:3 (1.0, 1:0, 0:2) n. P. Tore: 1:0 (15:06) Sekera (Mlynek, Cech); 2:0 (38:28) Kirsch( Babic, Paul, 5-4); 2:1 (43:26) Paderhuber (Kanzelsberger), 2:2 (49:08) Wagner (Paderhuber, Kaltenhauser); 2:3 (65:00) Kaltenhauser (Penalty). Zuschauer: 1149. Strafen: Lindau 16 + 10 (Katjuschenko) + 10 (Cech) + 10 (Fuchs), Waldkraiburg 16 + 10 (Hilpert)

Der Fanclub Inferno Lakeside startet wieder ein Fanfahrt nach Oberbayern. Abfahrt an der ESA ist am Freitag, 18. März um 15:30 Uhr . Der Fahrpreis liegt bei 17 Euro. Unter dem Motto „Mitfahren und unterstützen“, hofft der Fanclub auf viele mitfahrende Fans. Interessierte melden sich bitte dirket bei Babsy Reiß.

Bilder by Betty Ockert

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