EVL empfängt direkten Konkurrenten

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Am Sonntag (17:30 Uhr) kommen die Lindauer Eishockey-Fans wieder in den Genuss eines brisanten Duells am Strich. Mit dem HC Landsberg kommt dabei sicher das Überraschungsteam der Bayernliga an den Bodensee.

Dass der Nachfolger des Traditionsvereins und ehemaligen Zweitligisten EV Landsberg ein starker Aufsteiger sein würde, das wusste man. Dass die Lechstädter aber sogar um Platz Fünf mitspielen würden, überrascht dann doch auch einige Experten. Das Team glänzt durch Einsatzwillen, taktische Disziplin und hat mit Dennis Sturm den Penaltykönig der Bayernliga in seinen Reihen. Der treffsichere 21jährige (insgesamt zehn Tore) sorgte unter anderem im Hinspiel mit seinem Treffer zum 5:4 für einen der sage und schreibe vier Siege nach Penaltyschießen der River Kings, die sich eigentlich in „Penalty-Kings“ umtaufen müssten. Denn neben Sturm glänzt auch Torhüter Schedlbauer in dieser Disziplin, allerdings nicht nur in dieser. Er war im Hinspiel einer der Matchwinner des HCL.

Die große Frage bei den Gästen wird allerdings sein, wie sie die Unruhe im Verein verkraften werden, die der vollkommen überraschende Rücktritt von Trainer Alex Wedl ausgelöst hat. Der Ex-Profi, der bisweilen noch selbst mit auf dem Eis stand und auf breiter Front für den Verein tätig war, warf Mitte der Woche nach Unstimmigkeiten mit dem Vorstand das Handtuch. “Er hinterlässt auf jeden Fall eine intakte Mannschaft, die ganz schwer zu schlagen ist“, sagt Team-Manager Sebastian Schwarzbart. Das dürfte sich auch unter dem bisherigen Co-Trainer Andreas Zeck nicht ändern, der zunächst die Verantwortung tragen wird. Landsberg verlor von den 15 Spielen nur fünf in regulärer Spielzeit, feierte unter anderem Siege gegen die Top-Teams Miesbach und Höchstadt. „Es ist kein Zufall, dass der HCL um Platz Fünf mitspielt.“ Auch der Ex-Lindauer Mike Dolezal, der kurz vor Saisonstart am Lech anheuerte, trägt seinen Teil dazu bei.

Umso wichtiger wäre ein weiterer Erfolg für die Islanders, bei denen unter der Woche im Training Hochbetrieb herrschte. Schließlich galt es, die Neuzugänge Mario Seifert und Jan Kouba zu integrieren, die nun ihr Heimdebüt geben sollen. Trainer Sebastian Buchwieser hat endlich die lang ersehnten Variationsmöglichkeiten und die Mannschaft frisches Blut, das ihr im engen Rennen um Platz Fünf sicher gut tun wird. Wie im Vorjahr ist die Heimstärke ein wichtiges Faustpfand für die Lindauer, die in der Zuschauergunst der Liga nur von Memmingen übertroffen werden und in regulärer Spielzeit ungeschlagen sind. Das ist definitiv auch ein Ergebnis der grandiosen Unterstützung der eigenen Fans.