Es wird eng für die Islanders

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Gekämpft, gespielt, geschossen – aber nur einmal getroffen. Die EV Lindau Islanders stehen nach dem 1:3 (0:2, 1:0, 0:1) gegen die Eisbären Regensburg in der Oberliga Süd mit dem Rücken zur Wand.

Nach der unglücklichen Niederlage wich die Enttäuschung aber schnell der Entschlossenheit. „Es ist noch nicht vorbei. Die Spieler haben sich kurz geschüttelt und sich dann geschworen, alles zu tun, um die Chance auf die Meisterrunde aufrecht zu erhalten“, berichte Team- Manager Sebastian Schwarzbart aus der Kabine. Die Rechnung ist dabei klar: Die Islanders müssen ihre beiden letzten Spiele in Miesbach und gegen Memmingen gewinnen, der aktuelle Tabellenachte Weiden in Deggendorf und gegen Selb verlieren.

Die Lindauer, die nun auf Schützenhilfe angewiesen sind, hätten selbst dazu beitragen können, dass sich die Lage etwas besser darstellt, als nun fünf Punkte und drei Tore Rückstand auf die Blue Devils aufzuweisen. Zwei Drittel lang spielten sie das druckvollere Eishockey, als der Gast aus der Oberpfalz, hatten viele gute Torchancen, scheiterten aber entweder am starken Eisbären- Torhüter Justin Schrörs oder am eigenen Unvermögen. Allerdings ist es eine alte Weisheit, dass zwei gute Drittel im Eishockey eben oft nicht zum Sieg ausreichen.

Dazu gesellten sich zwei gravierende Fehlentscheidungen des Schiedsrichtergespanns, das einerseits ein reguläres Tor zum 2:2 nicht gab, weil die Scheibe angeblich von hinten unter dem Gehäuse hindurch ins Tor gekommen war (das Video beweist das Gegenteil) und andererseits eine klare Abseitsposition vor dem 1:3 übersah.

Zuzuschreiben hatten sich die Islanders die Niederlage aber auch selbst. Gerade im ersten Drittel ließen sie die Eisbären zu guten Möglichkeiten kommen, die diese dann auch aufgrund ihrer hohen individuellen Qualität nutzten. Besonders weh tat der zweite Treffer der Gäste, der 77 Sekunden vor der Pause fiel. So liefen die Islanders ständig einem Rückstand hinterher, den Tim Brunnhuber mit einem sehenswerten Direktschuss in Überzahl zum 1:2 verringerte (26.), allerdings ließen die Islanders vier weitere Powerplay- Möglichkeiten ungenutzt. Das Fehlen eines Torjägers kommt hier am deutlichsten zum Tragen. Angesichts einer Schussbilanz von 26:19 ab dem zweiten Drittel wäre mehr möglich und nötig gewesen.

Schade war das Ergebnis auch für die 975 Zuschauer in der Eissportarena, die für ihre Unterstützung ein Erfolgserlebnis verdient hätten. Die Hoffnung ist allerdings noch da auf Seiten der Islanders, die Entschlossenheit, zumindest den Boden für die Wende zu bereiten, ebenfalls.

EV Lindau Islanders – Eisbären Regensburg 1:3 (0:2, 1:0, 0:1). Tore: 0:1 (12:44) Mangold (Flache, Pinizzotto), 0:2 (18:43) Bosas (Flache, Wolsch), 1:2 (25:20) Brunnhuber (Jenka, Lüsch – PP1), 1:3 (58:59) Pinizzotto (Flache, Gajovsky). Strafen: Lindau 0, Regensburg 12. Zuschauer 975.