Erste Niederlage

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Islanders geben Spiel in Waldkraiburg aus der Hand

Der Euphorie folgte ein schneller Dämpfer. Gleich im ersten Auswärtsspiel mussten die EV Lindau Islanders eine Niederlage einstecken. In einem hochklassigen Spiel unterlagen die Lindauer beim Mitfavoriten EHC Waldkraiburg mit 4:6 (3:1, 0:4, 1:1).

Zwei Schlüsselszenen waren es, die die Islanders nach einem starken ersten Drittel auf die Verliererstraße brachten. Zunächst die verletzungsbedingte Auswechslung des bis dahin fehlerfreien Torhüters Beppi Mayer und die Spieldauer-Disziplinarstrafe gegen Zdenek Cech, dessen Einsatz im Zweikampf in der Rückwärtsbewegung, als Stockschlag mit Verletzungsfolge gewertet wurde. Während dieser Strafe erzielten die „Löwen“ zwei Tore und drehten die Partie von 2:3 auf 4:3.

Mit den vier Gegentoren im zweiten Durchgang entwerteten die Islanders ihre zuvor gute Leistung komplett. „Wir haben uns im zweiten Drittel mit allem beschäftigt, nur nicht mit Eishockey“, sagte Trainer Heinz Feilmeier, der zuvor bei gleicher Spieleranzahl auf dem Eis deutliche Vorteile für sein Team gesehen hatte. Schon nach fünf Minuten hatte Zdenek Cech den EVL in Führung gebracht, als er einen Schuss von Lubos Sekula unhaltbar abfälschte. Nur wenig später hatte Waldkraiburg die große Chance zum Ausgleich, aber Mayer hielt einen von Lukas Wagner geschossenen Penalty. Besser machten es die Lindauer dann in Überzahl. Zunächst war Sekulas Schuss hängen geblieben, den Abpraller verwandelte Timo Krohnfoth dann zum 0:2 (13.). Ebenfalls in Überzahl kamen die Gastgeber dann in die Partie zurück. Nur drei Minuten später verkürzte Daniel Hämmerle auf 1:2. Die Freude der 371 Zuschauer währte aber nicht lange, denn in der 18. Minute wurden sie Zeuge eines spektakulären Alleinganges von Zdenek Cech, der gleich drei Gegenspieler aussteigen ließ und traumhaft zum Pausenstand von 1:3 vollendete.

Eigentlich sollte so eine Führung Grund genug, sein Spiel weiter durchzuziehen. Leider aber ließen sich die Lindauer zu sehr vom Ausscheiden von Beppi Mayer, der einen Schlag abbekommen hatte, beeindrucken. Dazu kam, dass Varian Kirst gleich kalt erwischt wurde. Bei doppelter Überzahl musste er in der 24. Minute einen Flachschuss von Andreas Paderhuber passieren lassen. Für den EVL der Anfang vom Ende, denn die Verunsicherung in den Reihen der Gäste wurde minütlich größer. Martin Führmann und Lukas Wagner drehten mit ihren Powerplay-Toren in der 27. und 28. Minute innerhalb von 37 Sekunden die Partie – was noch zu reparieren gewesen wäre, allerdings schockte Fabian Kanzelsberger den EVL mit dem 5:3 nur 25 Sekunden vor der Pause. „Das war ein richtiger Nackenschlag“, sagte Team- Manager Sebastian Schwarzbart. „Wir haben danach zwar versucht, ins Spiel zurück zu kommen, aber Waldkraiburg hat kaum etwas zugelassen.“ Zehn Minuten vor dem Ende machten die Gastgeber dann folgerichtig den Sack zu, als Martin Hagemeister zum 6:3 traf. Der vierte Treffer der Islanders durch Tobias Feilmeier kam 31 Sekunden vor dem Ende zu spät und war nicht mehr als Ergebniskosmetik.

„Über 60 Minuten hinweg gewesen hat Waldkraiburg verdient gewonnen“ sagte Trainer Heinz Feilmeier, der nun viel Zeit hat, sein Team auf das nächste Spiel vorzubereiten. Kommenden Freitag sind die Islanders spielfrei, ehe sie Sonntag den schweren Gang zum Derby nach Buchloe vor sich haben.