„Entscheidend ist, dass wir die richtigen Spieler verpflichten“

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Chris Stanley ist der neue Trainer des Eishockey-Oberligisten EV Lindau. Für den 38-Jährigen, der einen Zweijahresvertrag unterschrieben hat, ist der EVL der erste Verein, bei dem er als Cheftrainer arbeitet. Im Gespräch mit Giuseppe Torremante betonte er, dass es für ihn nicht wichtig ist, wann der Kader steht, sondern dass der Oberligist die richtigen Spieler findet.

Herr Stanley, was war am Ende ausschlaggebend, dass Sie in Lindau unterschrieben haben?

Der Verein an sich, der gut geführt wird und natürlich die reizvolle Aufgabe als Cheftrainer zu arbeiten. Wichtig war für mich auch die Tatsache, dass meine Familie im August nach Lindau kommt. Ich bin ein Familienmensch.

Vor zwei Jahren wollte der EVL Sie schon. Warum hat es damals nicht geklappt?

Es war einfach nur Pech. Ich wollte mindestens in der Oberliga spielen und beim Zeitpunkt der Anfrage spielte Lindau noch in der Bayernliga. Dann erhielten sie die Chance eine Etage höher zu spielen, aber da hatte ich in Sonthofen schon unterschrieben.

Was sind Sie für ein Mensch, impulsiv oder eher ruhig?

Ich bin ein Mensch mit Emotionen, aber beim Mannschaftssport ist es besser, die Ruhe zu bewahren. Für mich ist es wichtig, dass die Spieler die besprochene Taktik umsetzen und wir dann erfolgreich Eishockey spielen. Das erwarte ich von meiner Mannschaft. Ich lege großen Wert auf Disziplin.

Gibt es einen Zeitpunkt, wann die Kaderplanung abgeschlossen ist?

Nein, noch nicht. das ist auch nicht wichtig. Entscheidend ist, dass wir die richtigen Spieler verpflichten, die dann erfolgreichen Eishockey spielen. Es müssen Spieler mit Herz und Charakter sein, die für den Verein alles geben. Entscheidend ist, dass sie Teamplayer sind. Zusammen mit dem Sportlichen Leiter Sascha Paul basteln wir gerade an einer guten Mannschaft, aber ohne Hektik. Der Trainingsbeginn steht fest. Der wird Ende August sein.

Welchen Eishockeystil bevorzugen Sie?

Den erfolgreichen (lacht). Ich war bis zur vergangenen Saison in Sonthofen selbst Stürmer und deshalb gefällt mir die offensive Variante besser als die defensive. Das ist für die Zuschauer attraktiver. Aber alles muss mit Köpfchen ablaufen. Hektik bringt keinen Vorteil. Da ich bis zur vergangenen Saison selbst Spieler war, kann ich mich in die Spieler hineindenken. Das ist für einen Trainer ein enormer Vorteil. Da kann ich gut ansetzen, wenn es nicht so läuft. Für mich ist es wichtig, dass wir immer als Einheit auftreten. Schließlich wollen wir in der Oberliga die Play-offs erreichen.