Das junge Islanders-Team zeigte am Wochenende tolle Spiele

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Die Mannschaft um Chris Stanley ist vor der Deutschlandcup-Pause im Soll.

Nach dem grandiosen Erfolg gegen Landshut, legten die Eishockey-Cracks des EV Lindau um Kapitän Andreas Farny am vergangenen Freitag in Selb nach und entschieden das Spiel mit 4:1 für sich. Am Sonntagabend mussten sich die EV Lindau Islanders den Starbulls Rosenheim mit 1:4 geschlagen geben. Damit stehen die EV Lindau Islanders vor der Deutschlandcup-Pause aktuell auf dem achten Tabellenplatz.

Beim Auswärtsspiel am Freitag gegen die Selber Wölfe wurden die EV Lindau Islanders durch den Förderlizenzspieler und ehemaligen Teamkollegen Tim Brunnhuber unterstützt, der aktuell für die Ravensburger Towerstars in der DEL 2 spielt. Chris Stanley vertraute gegen Selb auf Goalie Lucas Di Berardo, der nach dem erfolgreichen Spiel gegen Landshut auch gegen die Wölfe sein Können unter Beweis stellen durfte. Die Lindauer konnten nach einem ausgeglichenen ersten Drittel trotz zwei Unterzahlspielen mit einem gerechten 0:0 in die Kabine gehen. Der zweite Spielabschnitt begann in der 24. Minute mit einem Treffer durch Tobias Fuchs nach Vorarbeit von Christian Schmidt und Tim Brunnhuber. Mit viel Druck ging es weiter und so folgte in der 37. Minute in Überzahl das 2:0 durch Jan Hammerbauer im Nachschuss (Assist Klingler und Calabrese). Kurz vor Ende des Drittels nutzten die Selber Wölfe ein Überzahlspiel nach einer Strafe gegen Philipp Haug und trafen zum 2:1. Im letzten Spielabschnitt sahen die rund 30 mitgereisten EVL Fans ebenfalls eine sehr disziplinierte Leistung der Lindauer, die sich durch zwei weitere Tore in der 48. Minute durch Simon Klinger und in der 57. Minute durch Andreas Farny deutlich absetzten und zum 4:1 Endstand trafen. Keiner im Lindauer Lager hatte damit gerechnet, dass der Matchplan von Coach Stanley so gut aufgehen würde. Auch der Coach der Selber Wölfe Henri Thom attestierte den Islanders eine tolle taktische und disziplinierte Leistung und einen verdienten Sieg.

Das Heimspiel am Sonntag gegen die Starbulls Rosenheim begann endlich wieder zur beliebten Lindauer Sonntags-Spielzeit. Rund 700 Zuschauer sahen von Beginn an ein tolles Spiel, mit offenem Schlagabtausch und sehr hohem Tempo auf beiden Seiten. Eine Unterzahl in der 12. Minute konnten die EV Lindau Islanders durch ein gutes Penaltykilling schadlos überstehen. In den ersten 20 Minuten übten die Lindauer immer wieder mit aggressivem Forechecking viel Druck auf das Rosenheimer Topteam aus und waren stellenweise das aktivere Team.

Das zweite Drittel begann für die Lindauer in Überzahl, die leider, wie weitere Überzahlmöglichkeiten, ohne Erfolg verstrich. Immer wieder scheiterten die Islanders am sehr gut aufgelegten Torwart Lukas Steinhauer der Starbulls. In der 28. Minute hatten die Lindauer durch einen Pfostenschuss von Simon Klingler die große Chance in Führung zu gehen. Nach dieser verspielten Gelegenheit schnappte sich Klingler in der 31. Minute erneut die Scheibe von einem Rosenheimer Spieler im Mitteldrittel und vollendete eiskalt zur 1:0 Führung. Die EV Lindau Islanders spielten mit großem Einsatz, in einem von sehr hohem Tempo bestimmten Spiel, weiter. Nach einer Strafe an Martin Wenter wegen Spielverzögerung, gelang es den Gästen den Ausgleichstreffer in der 35. Minute zu erzielen. Zwei weitere Überzahlspiele der EV Lindau Islanders blieben leider ohne Tore. Die Mannschaft scheiterte immer wieder an der Abwehr um Goalie Steinhauer. So gingen die Mannschaften mit einem gerechteten 1:1 in die zweite Pause.

Im letzten Spielabschnitt zeigte das Topteam der Starbulls Rosenheim, welche Qualität in ihnen steckt und schraubte binnen drei Minuten das Ergebnis auf 1:3 aus Lindauer Sicht. Man merkte dem jungen Team von Chris Stanley an, dass die beiden Spiele der englischen Vorwoche (3 Spiele binnen 5 Tagen) viel Kraft gekostet haben und dennoch versuchten die Lindauer weiter anzugreifen. Eine erneute Überzahl der Lindauer blieb ebenfalls ohne Torerfolg. Ein schön rausgespielter Angriff der Islanders durch Tobias Fuchs scheiterte in der 49. Minute am Pfosten der Rosenheimer. Das Glück war nun auf Seiten der Oberbayern, die in der 51. Minute zum Endstand von 1:4 einnetzten. Gut eine Minute vor Ende der Partie, nahm Chris Stanley eine Auszeit und entschied sich ohne Torwart, dafür aber mit 6 Mann weiterzuspielen, um hier noch in einer 6 gegen 5 Spielsituation Erfahrung zu sammeln.

Schuss von Simon Klingler (67, EV Lindau Islanders)
auf das Tor von Lukas Steinhauer (30, Goalie, Starbulls Rosenheim)
Bildquelle: Betty Ockert

Auf dem achten Tabellenplatz gehen die EV Lindau Islanders nun in die Deutschlandcup-Pause und haben zwei Wochen Zeit um sich zu regenerieren und auf die kommenden Gegner einzustellen. Das Team liegt damit absolut im Soll. Im Bereich Taktik und Disziplin sieht man immer mehr die Handschrift von Neucoach Chris Stanley und man darf gespannt sein, was Stanley in den nächsten 12 Tagen mit der Mannschaft unternimmt, um diesen erfolgreichen Weg weiter zu gehen.

In der Oberliga geht es dann wie folgt weiter: Am 16.11. treffen die Lindauer um 20 Uhr auf den EHC Waldkraiburg, was für die zweite Hälfte der Oberligavorrunde ein gewisser Gradmesser sein wird. Denn der EHC steht mit dem Rücken zur Wand.

Zum ersten Heimspiel nach der Deutschlandcup-Pause erwarten die EV Lindau Islanders am 18.11.18 um 18 Uhr das langersehnte Derby gegen den ERC Sonthofen in der Lindauer Eissportarena. Hier wird das Stanley-Team sicher alles daran setzen, um Revanche für die Hinspielniederlage zu nehmen. Spannung ist jetzt schon garantiert, aber nun dürfen sich die EVL Cracks erholen, um dann am Wochenende 16.11 und 18.11 wieder voll fit in Runde zwei der Oberliga zu starten und den ersten Schritt Richtung Meisterundenqualifikation zu machen.

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