Chronik

1976

Am 13. Oktober findet die Gründungsversammlung des EV Lindau im Aeschacher Hof statt. 35 Gründungsmitglieder wählten den Vorstand: Franz Herpich (1. Vorsitzender), Hedwig Strauß (2. Vorsitzende), Wolfgang Hubel (Kassier), Rudolf Regitz (Schriftführer) und Franz Wucher (Eishockey- Obmann).

1977

Am 26. November bestreitet der Verein sein 1. Spiel gegen die Frauen -Mannschaft des EV Füssen (5:4) und nimmt erstmals am Spielbetrieb des BEV mit einer Schüler und einen Juniorenmannschaft teil.

1979:

Erstmals geht der EV Lindau mit einer ersten Mannschaft an den Start, verstärkt durch Spieler aus Lindenberg. Gespielt wird in der Landesliga Bayern. Unter Trainer Günter Peters wird der EVL Zweiter hinter dem ESV Buchloe, zieht sich 1983 aber wieder aus dem Spielbetrieb zurück.

1984

Ein junger Spieler namens Bernd Wucher gibt im Alter von 15 ½ Jahren im Februar sein Debüt in der ersten Mannschaft gegen den EC Balingen. Es sollten noch rund 600 weitere Spiele folgen, der Job als sportlicher Leiter noch während der aktiven Karriere bis hin zum heutigen ersten Vorsitzenden.

1985

Nächster Versuch mit einer ersten Mannschaft, nachdem die Lindauer Junioren einige Jahre erfolgreich zusammenspielten und nun im entsprechenden Alter sind. Unter Spielertrainer Klaus Thomann spielen die Lindauer diesmal allerdings im Baden- Württembergischen Verband und werden gleich Meister der Landesliga. Der Aufstieg gelingt aber noch nicht.

1987

Der EVL schafft den Aufstieg in die Baden- Württemberg Liga. Die Lindauer entdecken dabei das Eishockey für sich. Gegen die 1b des EV Ravensburg sehen 1000 Zuschauer einen 11:0- Sieg. Sogar ein Fanklub wird gegründet und nennt sich nach dem Standort der Flutlichtsäule: „Lichtmast 5“. Noch heute stehen dort die eingefleischtesten EVL- Fans.

1989

Die Lindauer werden Meister der Baden- Württemberg Liga und steigen in die Regionalliga- Süd-West auf. 150 Lindauer begleiten den EVL zum entscheidenden Spiel nach Wernau und feiern Meistermacher Harry König.

1990

Internationales Flair im Trikot des EVL: Der ehemalige polnische Nationalspieler Jan Szeja verzaubert die Fans und wird gleich Torschützenkönig der Regionalliga. Am Ende der Saison qualifizieren sich die Lindauer sogar für die Aufstiegsspiele zur Oberliga. Hier sind die bayrischen Teams aber zu stark für den EVL, der aber unter anderem in Weiden vor über 3000 Zuschauern antritt. Gleichzeitig trauern die Lindauer um ihren langjährigen Vorsitzenden Hans Vogel, den Vater des heutigen Finanzvorstandes Matthias Vogel.

1992

Der EV Lindau tritt wieder in Bayern an und gibt ein erstes kurzes Gastspiel in der Bayernliga. Dem- Auf- folgt sofort der Abstieg.

1995

NHL- Glanz im Eichwald. Mit dem Kanadier Bob Sullivan gelang es den Lindauern einen „richtigen“ Star als Spielertrainer zu verpflichten, der zusammen mit Verteidiger Doug Morton auch der Leistungsträger der Lindauer war. Geschichte schrieb der neben dem Eis ebenso agile und lebensfrohe Sullivan (Spitzname: „Bacardi- Bob“) vor allem in den beiden Spielen gegen den Augsburger EV, in denen sich der Aufstieg entschied. Im Hinspiel, das 10:10 endete, erzielte Sullivan Neun Tore und bereitete den zehnten Treffer vor. Im Rückspiel, in dem die Lindauer einen Punkt zum Aufstieg in die Bayernliga benötigten, ging dem 40jährigen angesichts extrem vieler Eiszeit nach zwei Dritteln die Luft aus. Gut, dass Sullivan wusste, wo sich der Sicherungskasten im Eichwald befand. Er drehte die Sicherungen des Flutlichts ab und es wurde dunkel im Eichwald. Bis die Ursache des Stromausfalls geklärt und das Licht wieder hochgefahren war, erholte er sich und half dem EVL, das 4:4 über die Zeit zu bringen….

1997

Der Beiname „Islanders“ wird geboren. Highlight der Saison ist das Spiel gegen den EHC München vor 1100 Zuschauern im Eichwald. Allerdings werden die Lindauer zur Fahrstuhlmannschaft. Ein Jahr später folgt schon wieder der Abstieg.

1999

Turbulente Jahre beginnen. Aus finanziellen Gründen trennt man sich von den auswärtigen Spielern und baut ein blutjunges Team aus Eigengewächsen auf, das ein Jahr später den Wiederaufstieg schafft und sich drei Jahre in der Bayernliga hält

2002

Die Islanders feiern ihr 25jähriges Jubiläum mit einem Spiel gegen Schwenningen. Zuvor hat das Vorstandsteam um Dr. Dieter Baumgärtner im Hintergrund erfolgreich eine Insolvenz verhindert und begonnen, den Verein zu sanieren. Umso schockierender ist der plötzliche Tod von Baumgärtner Ende November.

2003

Die Islanders stellen die Weichen für die Zukunft. Am 1. Februar wird Marc Hindelang neuer erster Vorsitzender des EVL. Bernd Wucher beendet am Ende der Saison seine Karriere und rückt in den Vorstand auf. Die Nummer 17 des EVL- Rekordspielers wird nicht mehr vergeben.

Willy Bauer. Foto: Susi Donner

2009

Die Aufbauarbeit unter Trainer Willy Bauer macht sich bezahlt: Die Islanders werden Meister der Landesliga West. In der Aufstiegsrunde zur Bayernliga verlieren die Lindauer allerdings das entscheidende Spiel vor 4500 Zuschauern (darunter 200 Lindauer Fans) in Regensburg mit 1:3. Star des Lindauer Teams ist der Schwede Christoffer Bäckström, dessen Bruder Niklas in der NHL spielt.

Eishockey Legende Erich Kühnhackl trainiert die EVL- Jugend. Fotos: Donner

 

2010

Eines der wichtigsten Jahre des Vereins. Sportlich, weil die Islanders als Nachrücker in die Bayernliga aufsteigen dürfen. Strukturell, weil der Stadtrat den Bau der Überdachung im Eichwald genehmigt. Im Frühjahr findet der Spatenstich statt, am 10.10.10 wird mit einem Match gegen den DEL2- Klub EV Ravensburg feierlich eröffnet.

Eröffnung der Eissportarena am 10.10.10 Foto: Susi Donner

2014

Erstmals schaffen die Islanders die Teilnahme an der Bayernliga- Endrunde. Die Play-Offs werden allerdings knapp verpasst – dennoch: Der Trend zeigt deutlich nach oben.

2015

Was für ein Jahr! Kurz nach Saisonbeginn kriselt es beim EVL. Unter Sebastian Buchwieser, der vom Spieler zum Trainer wird, starten die Islanders aber voll durch und erreichen als Vierter erstmals die Playoffs. Hier beginnt eine phantastische Reise. Die Islanders spielen sich in einen Rausch, schlagen im Halbfinale Meister Waldkraiburg und im Finale den Höchstadter EC in einer dramatischen Endspielserie, die über die volle Distanz geht. Im entscheidenden fünften Spiel gewinnen die Lindauer am 2. April auswärts nach dreimaligem Rückstand mit 4:3. Kapitän Tobias Fuchs erzielt nach 56 Minuten und 23 Sekunden den Siegtreffer. Der Jubel kennt keine Grenzen, die Mannschaft zieht drei Tage lang mit dem Pokal durch Lindau…

2016

Wieder ein Meilenstein für die Islanders. Sie bestätigen Ihren Erfolg und werden Meister der Bayernliga- Hauptrunde. In den Play-Offs ist zwar im Halbfinale gegen den späteren Meister Waldkraiburg Schluss. Durch die Reform der Oberliga Süd, können die Lindauer aber nachrücken und spielen im Jahr ihres 40. Jubiläums erstmals in der dritthöchsten deutschen Liga.