Chronik

1976

Am 13. Oktober findet die Gründungsversammlung des EV Lindau im Aeschacher Hof statt.

35 Gründungsmitglieder wählten den Vorstand: Franz Herpich (1. Vorsitzender), Hedwig Strauß (2. Vorsitzende), Wolfgang Hubel (Kassier), Rudolf Regitz (Schriftführer) und Franz Wucher (Eishockey- Obmann).

 

1977

Am 26. November bestreitet der Verein sein 1. Spiel gegen die Frauen -Mannschaft des EV Füssen (5:4).

1978

spielten die Junioren unter Trainer Georg “Vitus”Feicht ihre erste Punkte-Runde in Bayern. Die Gegner waren: Fürstenfeldbruck, Inzell, Kempten, Buchloe und Schongau. In dieser Saison gab es dann auch die erste Schüler-Mannschaft unter Trainer Franz Wucher. Sie spielten am Anfang nur Freundschafts-Spiele. Die Gegner waren: EV Ravensburg, Lustenau, Widnau

1978 wurde durch Herrn Rektor Max Baldauf von der Hauptschule Aeschach die Neigungs-Gruppe (Fördergruppe) Eishockey gegründet. Leider verstarb der Förderer für die Eishockey-Jugend Max Baldauf im Alter von 59 Jahren 1980 viel zu früh. Zu seinem Gedenken wurde jahrelang das Max-Baldauf-Gedächtnis-Turnier vom EV Lindau durchgeführt, unter Schirm-Herrschaft der Stadt Lindau.

1979:

Erstmals geht der EV Lindau mit einer ersten Mannschaft an den Start, verstärkt durch Spieler aus Lindenberg. Gespielt wird in der Landesliga Bayern. Unter Trainer Günter Peters wird der EVL Zweiter hinter dem ESV Buchloe. In der Landesliga Bayern spielte auch die Junioren-Mannschaft ( Trainer Georg “Vitus” Feicht) und wurde dort mit dem Fairness Preis ausgezeichnet. Die Schüler-Mannschaft (Trainer: Franz Wucher) bestritt noch Freundschaftsspiele.

1980:

Im März 1980 starb leider unser Eishockeybegeisterter 1. Vorstand Fritz Herpich. Es war ein herber Verlust für den Verein.

Am 7.10.1980 wurden in einer General-Versammlung Neuwahlen durchgeführt. Man konnte für den 1. Vorstand den renommierten Hauptgeschäftsführer der IHK Lindau Herrn Franz Prokosch gewinnen.

Die 1. Mannschaft des EV Lindau spielte in der Landesliga Bayern mit mäßigem Erfolg und wird Fünfter. Die Junioren-Mannschaft spielte ebenfalls in der Landesliga Bayern. Die Schüler-Mannschaft nimmt zum 1. Mal an einer Punkte-Runde der Landesliga Bayern teil.

1981

In der Saison 1981/92 spielte der EV Lindau mit drei Mannschaften in Bayern. Die 1. Mannschaft spielte unter Trainer Günter Peters in der Landesliga und belegte den vierten Platz.

Die Junioren und die Schüler in den Bezirksligen in Bayern. Die Junioren wurden Vorletzter. Die Schüler wurden hinter Peiting Vize-Meister

1982

gab es zum 1. Mal in der Vereinsgeschichte eine Bambini-Mannschaft. Betreut und trainiert von Helmut Schäffler. Somit hatte der Verein schon vier Mannschaften im Spielbetrieb.

Die 1. Mannschaft spielte Landesliga Bayern (Trainer Horst Johler), Junioren- und Schüler-Mannschaft in Bayern, Schüler wurden Vize-Meister hinter Peißenberg und die Bambini-Mannschaft spielte Freundschaftsspiele.

1983

wurde die 1. Mannschaft aus dem Spielbetrieb zurückgezogen, nachdem die Spielgemeinschaft mit Lindenberg auseinander brach.

Der Spielbetrieb der Jugend-Mannschaften in Bayern wurde aber aufrecht erhalten um weiterhin in Lindau Eishockey zu zeigen. Der Nachwuchs der Schüler- und Junioren-Mannschaft war so hoffnungsvoll, dass man mit Überlegung in zwei Jahren eine eigene Lindauer Mannschaft stellen konnte.

1984

Ein junger Spieler namens Bernd Wucher gibt im Alter von 15 ½ Jahren im Februar sein Debüt in der ersten Mannschaft gegen den EC Balingen. Es sollten noch rund 600 weitere Spiele folgen, der Job als sportlicher Leiter noch während der aktiven Karriere bis hin zum heutigen ersten Vorsitzenden.

1985

Nächster Versuch mit einer ersten Mannschaft, nachdem die Lindauer Junioren einige Jahre erfolgreich zusammenspielten und nun im entsprechenden Alter waren. Unter Spielertrainer Klaus Thomann spielen die Lindauer diesmal allerdings im Baden- Württembergischen Verband und werden gleich Meister der Landesliga. Der Aufstieg gelingt aber noch nicht.  Der Zuschauerschnitt lag damals bei tollen 380 Zuschauern pro Spiel.

Der Nachwuchs spielte von der Jugend bis zu den Knaben in Bayern. Die Jugend um Trainer Kurt Unterkircher jun. wurde Vizemeister hinter Sonthofen. Die Knaben wurden von Franz Wucher trainiert und die Bambini von Helmut Schäffler.

1987

Der EVL schafft den Aufstieg in die Baden- Württemberg Liga. Immer mehr Lindauer entdecken das Eishockey für sich.  Sogar ein Fanklub wird gegründet und nennt sich nach dem Standort der Flutlichtsäule: „Lichtmast 5“. Noch heute stehen dort die eingefleischtesten EVL- Fans.

Auf Grund der Tatsache, das die 1. Mannschaft in der Baden-Württemberg-Liga spielte war für die Jugend-Mannschaften kein Spielbetrieb in Bayern mehr möglich, laut des BEV. Um die Jugendarbeit nicht aufgeben zu müssen, war man gezwungen, in Württemberg zu spielen. Es war unmöglich in Württemberg eine sinnvolle Jugendarbeit zu leisten. Der Spielbetrieb dauerte nur noch von Oktober bis Januar. Es waren Fahrten bis Mannheim, Heilbronn und  Stuttgart zu bewältigen.

1988

Die 1. Mannschaft wurde ab der Saison 1987/88 mit Spielern aus Ravensburg verstärkt und wurde überraschend Vize-Meister in der BadenWürttemberg Liga. Trainer war wiederum Klaus Thomann. Zuschauerschnitt damals 450 Zuschauer.

Eine schockierende Nachricht in EV Lindau, war der plötzliche Tod des 1. Kassiers Wolfgang Hubel im März 1988. Am 29.9.1988 fand in der Inselhalle die General-Versammlung statt.

Herr Prokosch stellte sich aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr zur Wiederwahl. Er stellte als seinen Nachfolger Verwaltungs-Direktor Hans Vogel vor. Herr Vogel ernannte den Langjährigen Vorstand Herrn Franz Prokosch zum Ehren-Präsidenten des EV Lindau.

1989

Die Lindauer werden Meister der Baden- Württemberg Liga und steigen in die Regionalliga- Süd-West auf. 150 Lindauer begleiten den EVL zum entscheidenden Spiel nach Wernau und feiern Meistermacher Harry König. Zuhause steigt der Zuschauerschnitt auf tolle 500 pro Spiel. Im Meisterschaftsfinale gegen Neckarsulm gab es sogar mit 700 Zuschauern den ersten Rekordbesuch.

Der Nachwuchs musste wieder in Württemberg spielen. Weil dies auf die Dauer keinen Sinn hatte, war man beim EV Lindau gezwungen für die Jugend einen zweiten Verein am 20.5.89 zu gründen. Die Jugend gehörte nun dem SC Lindau an und durfte paradoxerweise wieder in Bayern spielen.

Die Vorstandschaft des SC war durch eine Wahl die selbe, wie die des EV Lindau.

1990

Internationales Flair im Trikot des EVL: Der ehemalige polnische Nationalspieler Jan Szeja verzaubert die Fans und wird gleich Torschützenkönig der Regionalliga. Er ist der Star des jüngsten Teams der Liga. Eishockey boomt immer weiter in Lindau: Gegen die 1b des EV Ravensburg sehen 1000 Zuschauer einen 11:0- Sieg, der Schnitt steigt auf 540 Zuschauer. Am Ende der Saison qualifizieren sich die von Wolfgang Urban trainierten Lindauer als Dritter sogar für die Aufstiegsspiele zur Oberliga. Hier sind die bayrischen Teams aber zu stark für den EVL, der aber unter anderem in Weiden vor über 3000 Zuschauern antritt. Gleichzeitig trauern die Lindauer um ihren langjährigen Vorsitzenden Hans Vogel, den Vater des heutigen Finanzvorstandes Matthias Vogel.

 

Im Nachwuchsbereich herrscht durch die Erfolg der ersten Mannschaft ein enormer Boom und zu diesem Zeitpunkt überschritt die Anzahl der Eishockeykinder erstmals die hunderter Grenze.

1991

kehrte der EV Lindau freiwillig aus der Regional-Liga Süd-West nach Bayern zurück. Der Grund: Es wurde die Regional-Liga Süd-West und Süd zusammengelegt. Ein mitspielen in dieser Liga hätte untragbare finanzielle Folgen für den Verein gehabt.

Man spielte in dieser Saison unter dem SC Lindau in der Landesliga Bayern und wurde unter Trainer Karl – Heinz Mayer Meister der Landesliga Bayern und schaffte auf Anhieb den Aufstieg in die bedeutende Bayernliga. Der Nachwuchs meldete vier Mannschaften zum Spielbetrieb in Bayern an.

In diesem Jahr fand das erste internationale Hans-Vogel-Gedächtnis-Turnier der Schülermannschaften aus Hohenems, Kempten, Frauenfeld und Lindau statt.

1992

Unter Trainer Karl-Heinz Mayer spielte der SC Lindau in der lang ersehnten Bayernliga, gegen  Mannschaften, wie Bad Kissingen, Pegnitz, Amberg, Germering, Fürstenfeldbruck und andere.

Leider fehlten nur zwei oder drei Punkte zum Klassenerhalt und man musste wieder in die Landesliga zurückkehren.

Der Nachwuchs spielte mit vier Mannschaften in Bayern. Eine kleine Bilanz:  Nachwuchs-Spieler 1978: ca.  60 Jugendliche, Nachwuchs-Spieler 1993: ca. 120 Jugendliche

1993 – 1994

In diesen Jahren spielte man in der Landesliga Bayern. Dan Chiasson (Kanada) war 1994 der erste Spieler aus Übersee, der unter Trainer Hans Werner Vetter spielte. Man erreichte, den 3. Platz in der Saison 93/94 und den 2. Platz in der Saison 94/95, in der Landesliga Bayern mit einem sehr jungen Team. Bei den Aufstiegsspielen zur Bayernliga hatte dann das EVL Team nichts mehr zu bestellen.

Die Schüler-, Knaben-, Kleinschüler- und Kleinstschüler-Mannschaften spielten mit wechselndem Erfolg in Bayern.

Im Frühjahr 1994 wurde der SC Lindau erfreulicher Weise wieder aufgelöst und alle Mannschaften spielten wieder unter dem traditionellen Namen „EV Lindau“.

1995

NHL- Glanz im Eichwald. Mit dem Kanadier Bob Sullivan gelang es den Lindauern einen „richtigen“ Star als Spielertrainer zu verpflichten, der zusammen mit Verteidiger Doug Morton auch der Leistungsträger der Lindauer war. Geschichte schrieb der neben dem Eis ebenso agile und lebensfrohe Sullivan (Spitzname: „Bacardi- Bob“) vor allem in den beiden Spielen gegen den Augsburger EV, in denen sich der Aufstieg entschied. Im Hinspiel, das 10:10 endete, erzielte Sullivan Neun Tore und bereitete den zehnten Treffer vor. Im Rückspiel, in dem die Lindauer vor 750 Zuschauern einen Punkt zum Aufstieg in die Bayernliga benötigten, ging dem 40jährigen angesichts extrem vieler Eiszeit nach zwei Dritteln die Luft aus. Gut, dass Sullivan wusste, wo sich der Sicherungskasten im Eichwald befand. Er drehte die Sicherungen des Flutlichts ab und es wurde dunkel im Eichwald. Bis die Ursache des Stromausfalls geklärt und das Licht wieder hochgefahren war, erholte er sich und half dem EVL, das 4:4 über die Zeit zu bringen….

1997

Der Beiname „Islanders“ wird geboren. Highlight der Saison ist das Spiel gegen den EHC München vor der Rekordkulisse von 1100 Zuschauern im Eichwald.

Bernd Wucher feiert als erster Spieler des EVL seine 10 jährige Zugehörigkeit zur 1. Mannschaft mit über 300 Spielen.

1998

spielten die Islanders in der Bayernliga West und beendete die Vorrunde auf dem 6. Platz von 8 teilnehmenden Mannschaften. In der Abstiegsrunde konnte man sich den guten 5. Platz sichern, der zum Klassenerhalt führte. Nach kurzem Gastspiel des Trainers Manfred Ailinger, wurde dieser mitten in der Saison von Frieder Schüle abgelöst.

Mit Jamie Hartnett hatte der EV Lindau den Top-Scorer der gesamten Bayernliga gehabt, in 28 Spielen erzielte Hartnett 55 Tore und 45 Assists. Drei Nachwuchsteams, Jugend, Knaben und Kleinschüler, spielten mit wechselndem Erfolg in den bayrischen Spielklassen. Die Jugend spielte sogar in der bayrischen Landesliga – der zweithöchsten Spielklasse in Bayern.

Das erste Mal in der langen Vereinsgeschichte konnte mit dem Autohaus LIMAG ein potentieller und großzügiger Hauptsponsor gefunden werden.

1999

Der EV Lindau war in dieser Saison vom Pech verfolgt und verlor viele Spiele, wobei man in der Vorrunde auf dem 7. Platz von acht endete, der in die Abstiegsrunde führte. Die Abstiegsrunde war für alle sehr deprimierend und man landete, trotz eines Trainerwechsels (Michael Mulej für Frieder Schüle ) auf dem 7. Platz, der den Abstieg bedeutete.

Ein Trainerwechsel stand auch vor der Tür, so ging Frieder Schüle von der 1. Mannschaft und der einstmalige VEU Feldkirch-Spieler Michael Mulej trainiert ab dem Zeitpunkt die 1. Mannschaft.

Bis zum 15.1.1999 war Paolo D`Ambrosi (Kanada) als ausländischer Spieler im Team, der den EV Lindau dann in Richtung Italien verließ.

Der Abstieg rief die Verantwortlichen jedoch auf den Plan, wieder mehr auf die eigene Jugend zusetzen und nicht zu viele Fremdspieler zu verpflichten und so fand für die nächste Saison ein radikaler Schnitt in der Mannschaft statt. Michael Messmer und Andreas Einsiedler feiern ihr 10 jähriges in der ersten Mannschaft.

2000

Der Umbruch ohne neun sogenannten Fremdspieler aus Ravensburg und Memmingen, mit einem Team aus eigenen Nachwuchsspielern funktioniere. Im Team standen neun Juniorenspieler des EVL und als Ausländer kam Arnold Zimmermann, ehemaliger Goalie der VEU Feldkirch ins Team.

Unter Trainer Michael Mulej belegte man den erfolgreichen 3. Platz der Meisterrunde.

Bernd Wucher bestritt seine 15te Saison für den EVL mit über 450 Spielen für die 1.Mannschaft. Markus Rapp aus Ravensburg, gelingt es als erstem Nicht- Lindauer, seine 5. Saison (über 150 Spiele) im EVL Trikot zu feiern.

Im Juni 2000 übernahm eines junges Vorstandsteam die Geschicke im Verein.

Die Wahlen ergaben folgenden Vorstand:

1. Vorstand: Dr. Dieter Baumgärtner (Foto)

2. Vorstand: Peter Riedmüller

Kassier:  Eva Günthör ab 1.1.2001 von Matthias Vogel ersetzt

Schriftführer: Werner Jost

 

2001

In der Landesliga West kam Aaron Lewis (CAN) als Führungsspieler zum  EVL –Team hinzu. In einer tollen Vorrunde wurde man souverän Meister der Landesliga- West und nahm an den Aufstiegsspielen zur Bayernliga teil. Das junge EVL Team (Durchschnittsalter 19,7 Jahre) um Coach Michael Mulej spielte dann auch in dieser Aufstiegsrunde sehr erfolgreich und beendete das Landesliga- Meisterschaftsfinale auf dem dritten Platz, der zum Aufstieg in die Bayernliga berechtigte, da Schliersee nicht aufsteigen konnte. Mit 175 geschossenen Toren in 25 Spielen war das EVL Team das beste Offensivteam der Landesliga.

Der Zuschauerschnitt stieg wieder auf tolle 425 Zuschauer pro Spiel und eine Bayernliga – Euphorie war unverkennbar. Die Islanders feiern ihr 25jähriges Jubiläum mit einem Spiel gegen Schwenningen.

Zuvor hat das Vorstandsteam um Dr. Dieter Baumgärtner im Hintergrund erfolgreich eine Insolvenz verhindert und begonnen, den Verein zu sanieren.

2002

Die Vorrunde wurde durch viele Verletzungen nicht so erfolgreich und mit dem Tschechen David Trachta hatte man auch nicht den so erhofften starken Ausländer. Im Dezember 2001 stießen dann mit dem EX – DEL Spieler Tomas Pokorny und dem Kanadier Shane Nuttley (Toronto) zwei erfahrene Routinies zum EVL und so konnte man sich auf den 6. Platz in der Vorunde noch vorarbeiten. Trainer ist in seiner vierten Saison Michael Mulej.

In der Abstiegsrunde stehen erreichten die Islanders zwar den 6. Platz , der zum Klassenerhalt gereicht hätte. Durch eine höhere Zahl der Absteiger aus der Oberliga wurden die Islanders aber „Opfer“ des gleitenden Abstiegs. Der Weg ging zurück in die Landesliga. Der nächste Schock folgt im Dezember mit dem plötzlichen Tod von Vorstand Baumgärtner. 

2003

Die Islanders stellen die Weichen für die Zukunft. Am 1. Februar wird Marc Hindelang neuer erster Vorsitzender des EVL. Bernd Wucher beendet am Ende der Saison seine Karriere und rückt in den Vorstand auf. Die Nummer 17 des EVL- Rekordspielers wird nicht mehr vergeben.

Mit Tomas Pokorny als Spielertrainer und dem Slowaken Jaroslav Jacko auf der Ausländerposition erreichten die Islanders Aufstiegsrunde zur Bayernliga , landeten dort aber im Mittelfeld.

2004

Ohne Kontingentspieler startete der EVL in die Spielzeit. Als neuer Trainer wurde der oberligaerfahrene Erwin Merath verpflichtet. Nach einem guten Start in die Saison wurden die Lindauer Opfer ihrer permanenten Auswärtsschwäche. Auch der Wechsel von Erwin Merath zu Interimstrainer Bernd Wucher und die Rückkehr von Aaron Lewis zum Ende der Vorrunde hin brachte nicht den gewünschten Erfolg. Im neuen Modus genügte Platz 5 nicht zur Teilnahme an der Aufstiegsrunde. Allerdings hielten sich die Islanders in der Abstiegsrunde schadlos und gaben dort nur einen Punkt ab.

Bei der Jahreshauptversammlung wurde das Vorstandsteam des EVL einstimmig im Amt bestätigt. Lediglich auf den Positionen Schriftführer (Sabrina Müller für Werner Jobst) und Jugendleitung (Christoph Hattler für Harald Siebert- Eckert) gab es Veränderungen.

2005

EVL- Legende Jan Szeja übernahm als Cheftrainer die Geschicke der Lindauer. Wieder starteten die Islanders ordentlich in die Saison, mussten aber dem ständigen Verletzungspech Rechnung tragen. Formschwächen von Führungsspielern und deren zum Teil mangelhafte Einstellung sorgte für einen enttäuschenden 7. Platz in der Vorrunde.

Im Kader der Islanders gab es daraufhin einige Veränderungen. Ein halbes Dutzend Juniorenspieler wurden bereits zum Ende der Vorrunde hin ins „kalte Wasser“ geworfen. Gemeinsam mit dem verbliebenen Stamm zeigten sie großen Zusammenhalt und meisterten souverän die schwierige Aufgabe Klassenerhalt.

Auch sozial war der EV Lindau tätig und sammelte 1500 Euro für die Flutopfer in Südostasien

2006:

Eine schwierige Saison für die Islanders und das im Jahr des 30jährigen Bestehens, das natürlich groß gefeiert wurde. Häufig stand aber nicht das Sportliche im Vordergrund, sondern die andauernde Diskussion um die Kunsteisbahn, der bei anhaltendem großen Defizit die Schließung drohte. Hinter den Kulissen waren die Verantwortlichen in Zusammenarbeit mit dem Förderverein mit der Erstellung von Konzepten zur Rettung des Eichwald- Stadions beschäftigt.

Mit Ex- Profi Harald Schäfler an der Bande und einer weiter stark verjüngten Mannschaft gingen die Islanders weiter den Weg der Förderung einheimischer Spieler. Für Schäfler war es die erste Trainerstation seiner Karriere und die Aufgabe für ihn damit ebenso Neuland, wie für einige Junioren- Spieler.

Nach einem guten Saisonauftakt fehlte den Islanders aber die Konstanz, um einen der ersten vier Plätze zu belegen. Sechs Niederlagen in Serie in der Rückrunde ließen die Aufstiegsrundenträume platzen. Letztlich fehlten dazu aber nur vier Punkte. In der Abstiegsrunde gelang dem jungen Team letztlich souverän der Klassenerhalt.

Mit drei Siegen in den ersten drei Spielen sorgten die Lindauer schnellfür klare Verhältnisse. Topscorer der Saison war Pavel Mojtek der als erster Importspieler der Vereinsgeschichte zugleich Islanders- Kapitän wurde.

Die Junioren, ebenfalls von Harald Schäfler gecoacht, feierten einen Riesenerfolg und wurden Meister der Bezirksliga.

2007

Unter dem neuen Trainer Willy Bauer legen die Islanders eine sensationelle Saison hin. Das neu formierte Team, mit einigen Rückkehrern und insgesamt 18 von 26 Spielern aus dem eigenen Nachwuchs klopfte sogar an die Tür zur Bayernliga. Letztlich fehlten im direkten Duell mit dem VER Selb nur drei Tore, um ins Landesliga- Finale zu kommen. Vor dem „Endspiel“in Selb vor 2100 Zuschauern hatten die Islanders das Kunststück fertig gebracht, beim SC Forst nach einem 0:4 Rückstand noch mit 5:4 zu gewinnnen.

Im Pokal erreichten die Lindauer aber das Finale, aber auch dort war Selb einen Tick besser. Nach dem 7:5 Sieg des EVL im Hinspiel gewannen die Oberfranken Spiel zwei und damit den Pokal mit 5:2.

Willy Bauer. Foto: Susi Donner

2009

Die Aufbauarbeit unter Trainer Willy Bauer macht sich bezahlt: Die Islanders werden Meister der Landesliga West. In der Aufstiegsrunde zur Bayernliga verlieren die Lindauer allerdings das entscheidende Spiel vor 4500 Zuschauern (darunter 200 Lindauer Fans) in Regensburg mit 1:3. Star des Lindauer Teams ist der Schwede Christoffer Bäckström, dessen Bruder Niklas in der NHL spielt.

Eishockey Legende Erich Kühnhackl trainiert die EVL- Jugend. Fotos: Donner

 

2010

Eines der wichtigsten Jahre des Vereins. Sportlich, weil die Islanders als Nachrücker in die Bayernliga aufsteigen dürfen. Strukturell, weil der Stadtrat den Bau der Überdachung im Eichwald genehmigt. Im Frühjahr findet der Spatenstich statt, am 10.10.10 wird mit einem Match gegen den DEL2- Klub EV Ravensburg feierlich eröffnet.

Eröffnung der Eissportarena am 10.10.10 Foto: Susi Donner

2014

Erstmals schaffen die Islanders die Teilnahme an der Bayernliga- Endrunde. Die Play-Offs werden allerdings knapp verpasst – dennoch: Der Trend zeigt deutlich nach oben.

2015

Was für ein Jahr! Kurz nach Saisonbeginn kriselt es beim EVL. Unter Sebastian Buchwieser, der vom Spieler zum Trainer wird, starten die Islanders aber voll durch und erreichen als Vierter erstmals die Playoffs. Hier beginnt eine phantastische Reise. Die Islanders spielen sich in einen Rausch, schlagen im Halbfinale Meister Waldkraiburg und im Finale den Höchstadter EC in einer dramatischen Endspielserie, die über die volle Distanz geht. Im entscheidenden fünften Spiel gewinnen die Lindauer am 2. April auswärts nach dreimaligem Rückstand mit 4:3. Kapitän Tobias Fuchs erzielt nach 56 Minuten und 23 Sekunden den Siegtreffer. Der Jubel kennt keine Grenzen, die Mannschaft zieht drei Tage lang mit dem Pokal durch Lindau…

2016

Wieder ein Meilenstein für die Islanders. Sie bestätigen Ihren Erfolg und werden Meister der Bayernliga- Hauptrunde. In den Play-Offs ist zwar im Halbfinale gegen den späteren Meister Waldkraiburg Schluss. Durch die Reform der Oberliga Süd, können die Lindauer aber nachrücken und spielen im Jahr ihres 40. Jubiläums erstmals in der dritthöchsten deutschen Liga.

2017

Als Außenseiter in die Saison gestartet spielen die Islanders nach anfänglichen Problemen richtig gut mit in der Oberliga und schlagen unter anderem den späteren Aufsteiger Bad Tölz in einem spektakulären Spiel mit 5:2. Auch die erstmaligen Auftritte des großen EV Landshut elektrisieren die Massen im Eichwald, ebenso wie die Derbys Sonthofen. Am Ende fehlen nur fünf Punkte zum Erreichen der Playoffs.

In der Verzahnungsrunde mit den besten Bayernligisten tun sich die Islanders zunächst schwer, schaffen aber als zweiter dann doch souverän den Einzug in die nächste Runde. Hier wird in fünf hart umkämpften Spielen mit dem EHV Schönheide der Klassenerhalt geschafft. In den weiteren Spielen der BEV Playoff Meisterschaft ziehen die Lindauer ins Finale gegen Waldkraiburg ein. Nach zwei Siegen zum Auftakt verpassen es die Islanders allerdings, den Sack zuzumachen und verlieren die Serie in fünf Spielen. Grund zum Feiern gibt es trotzdem: Die Vorfreude auf eine weitere Saison in der Oberliga Süd.