Buchwieser glänzt gegen Ex- Klub

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Perfekter Auftritt, perfektes Ergebnis, perfekter Abend – besser als die EV Lindau Islanders kann man kaum in eine Saison starten. Natürlich stand der in der Höhe sensationelle 7:0 (2:0, 2:0, 3.0) Sieg gegen den TSV Peißenberg im Mittelpunkt, aber das Match hatte viele besondere Aspekte.

Das begann schon bei der neuen Einlaufzeremonie der Islanders. Nach dem Motto „Licht Aus- Spot an“ wurden die Spieler von den 790 begeisterten Zuschauern mit Leuchtstäben lautstark begrüßt und diese Euphorie ging auf das Team von Heinz Feilmeier über, das nur eine kurze Anlaufzeit brauchte, um seinen Rhythmus finden und sich auf das aggressive Forechecking der Gäste einzustellen.

Weiter half den Islanders, dass sie gleich im ersten Überzahlspiel erfolgreich waren. Nach sieben Minuten war dann auch der Hauptprotagonist des Abends gefunden: Sebastian Buchwieser, der einen Angriff, bei dem die Gäste dem EVL reichlich Platz ließen, zum 1:0 vollendete. Das erste Lindauer- Saisontor, dann noch gegen den Ex-Klub – nicht nur vom 34jährigen Neuzugang, der von Peißenberg nach Lindau gewechselt war, fiel einiger Druck ab. „Wir haben uns alle sehr für ‚Basser‘ gefreut. Das erste Tor ist immer eine Befreiung und hat uns natürlich auch in die Karten gespielt“, sagte EVL- Team- Manager Sebastian Schwarzbart. Für Buchwieser war die Befreiung so groß, dass er gleich noch zwei weitere Treffer nachlegte. Beide Male vollendete er ein Powerplay der Islanders. Zunächst nur drei Minuten nach dem Führungstreffer bei fünf gegen drei zum 2:0, später noch freistehend zum 5:0 (42.). „Er ist sehr schnell bei uns angekommen und war heute der Leader, den wir in ihm gesehen haben“, sagte der sportliche Leiter des EVL, Bernd Wucher.

An diesem fünften Tor beteiligt war die zweite Hauptfigur des Abends aus Lindauer Sicht. Torhüter Beppi Mayer blieb nicht nur gleich im ersten Spiel ohne Gegentor und feierte einen Shut-Out, er leitete den Angriff zum 5:0 auch mit einem klugen, schnellen Pass ein und verbuchte einen Assist. „Die Art und Weise wie er mitspielt und die Situation erkennt, wann er das Spiel schnell machen kann, ist schon außergewöhnlich“, sagt Schwarzbart über den von den Fans gefeierten Keeper, der in seinem Kerngeschäft Ende des ersten Drittels mit starken Paraden bei doppelter Lindauer Unterzahl den Anschlusstreffer Peißenbergs verhinderte.

Nach Buchwiesers drittem Treffer war die Messe bereits gelesen, auch wenn die „Eishackler“ noch mit der einen oder anderen überharten Aktion versuchten, in die Partie zurück zu kommen. Dafür waren aber die Special- Teams der Weiß- Blauen zu gut. Nach drei Überzahltoren – Zdenek Cech hatte in der 22. Minute obwohl sein Schläger währenddessen brach, zum 3:0 eingeschossen – gelang den Gastgebern sogar noch ein Tor in Unterzahl. Nach 29 Minuten fing Tobias Feilmeier einen Aufbaupass des TSV ab und bediente Tobias Fuchs, der flach zum 4:0 traf. „Das Gute war, dass wir wieder weitergespielt und nicht nachgelassen haben“, sagt Heinz Feilmeier, für den der erste Sieg eine doppelte Premiere war. „Ich habe noch nie ein Punktspiel in Lindau gewonnen. Deshalb bin ich ja auch zum EVL gewechselt“, scherzte der Trainer, der wie die Fans noch zwei weitere Male jubeln durfte. Cech schnürte mit einem Flachschuss zum 6:0 seinen persönlichen Doppelpack (48.) und Leiprecht setzte mit dem fünften Lindauer Powerplay- Tor 4 Minuten vor dem Ende den Schlusspunkt. Damit eroberten die Islanders die Tabellenführung – was am ersten Spieltag lediglich eine Momentaufnahme ist und doch bei allen ein gutes Gefühl an einem perfekten Abend zurück ließ.

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