Bezirksliga: Klares Signal an die Konkurrenz

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Das war ein gewaltiger Schritt in Richtung PlayOffs – und gleichzeitig ein klares Signal in Richtung Konkurrenz: Die SG Lindenberg/Lindau 1b hat im Bezirksliga-Spitzenspiel den Verfolger ERC Lechbruck mit 10:3 (1:0, 6:3, 3:0) vom Eis gefegt. Stürmer Michael Wellenberger glänzte dabei mit vier Toren und vier Assists. Die SGLL hat damit die Tabellenführung verteidigt, während die Ostallgäuer auf Rang 4 abgerutscht sind. „Wir sind somit absolut im Soll und können entspannt in die zweite Hälfte der Gruppenphase gehen“, findet TVL-Abteilungsleiter Oliver Baldauf, der einem „überzeugenden Auftritt“ sprach.

Aufgrund der starken Schneefälle war das Heimspiel kurzfristig vom Freiluftstadion in Lindenberg in die überdachte Eissportarena in Lindau verlegt worden. Dort sahen die 120 Zuschauer eine unterhaltsame Begegnung, wenngleich sie 17 Minuten auf das erste Tor warten mussten. Elias Feistle traf mit einem platzierten Schuss zum 1:0 für die Hausherren, die nicht nur mit einer neu formierten Reihe antraten, sondern auch sonst einige Ausfälle zu verkraften hatten. Neben dem gesperrten Zdenek Cech fielen krankheits- und verletzungsbedingt auch Mario Kustor und Simon Lehman aus. Beide werden auf unbestimmt Zeit fehlen. Moritz Grättinger steht wegen eines Auslandsaufenhalts für den Rest der Saison nicht mehr zur Verfügung. Dafür kam erstmals der aus Senden gekommene Neuzugang Andreas Gnannt zum Einsatz. Der Verteidiger führte sich gut ein, war an einem Tor beteiligt und machte auch sonst eine ordentliche Partie.

Während die ersten 20 Minuten ein vorsichtiges Abtasten war, wurde das zweite Drittel umso furioser. Auch, weil die Abwehrreihen beider Teams immer wieder die Ordnung verloren. Gleich nach wenigen Sekunden erhöhte Michael Wellenberger auf 2:0. Andreas Hops legte den dritten Treffer nach (26.). Mit einem Doppelschlag kam Lechbruck auf 2:3 heran (27./31.) – und die Partie drohte sogar zugunsten der Gäste zu kippen. Doch dann erhöhten Markus Schweinberger auf 4:2 (36.) und Wellenberger auf 5:2 (38.). Die Gäste hatten zwar 30 Sekunden später nochmals eine Antwort parat, doch in der Schlussminute machten zwei Lindenberger den Deckel drauf: Manuel Merk tanzte den gegnerischen Torwart zum 6:2 aus, dann erzielte Wellenberger von der blauen Linie aus seinen zweiten Treffer des Abends.

Das letzte Drittel war dann eine klare Angelegenheit. Aus einer Vielzahl von Chancen heraus schraubte der Tabellenführer das Ergebnis weiter in die Höhe. Feistle (46.) und zweimal Wellenberger (55./56.) machten es sogar zweistellig – und das ausgerechnet gegen den Angstgegner, gegen den es in den Vorjahren häufig nichts zu holen gab.

Jetzt beginnt eine Serie mit 3 Auswärtsbegegnungen. Am kommenden Samstag gastiert die SGLL um 20 Uhr bei Schlusslicht Senden/Burgau.

Verfasser: Benjamin Schwärzler Der Westallgäuer