Am Sonntag Endspiel um Platz Eins

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Am Sonntag (17:30) herrscht Endspielstimmung im Eichwald. Denn mit einem Sieg gegen den EHC Waldkraiburg im letzten Gruppenspiel der Verzahnungsrunde zwischen Oberliga Süd und Bayernliga können die Islanders noch Erster in der Gruppe B werden.

Dank des 6:3 (2:3, 2:0, 2:0) Erfolges in Miesbach vom Freitag haben die Lindauer den knappen Eni- Punkte- Rückstand zum EHC Waldkraiburg halten können. Der EHC schlug den TSV Erding im Derby mit 6:2. Dadurch machten die Löwen zwar ein Tor auf den EVL gut, dies richtete aber keinen weiteren Schaden an:

Beide Teams gehen am Sonntag mit der Tordifferenz von +17 ins Rennen. Durch diese Konstellation würde den Islanders ein Sieg nach Verlängerung oder Penaltyschiessen zum ersten Platz reichen. Dann wären beide Mannschaften zwar Punktgleich (22 Zähler), aber die durch den Sieg ja bessere Tordifferenz würde den Ausschlag zugunsten des EVL geben. Seit dieser Saison ist die Tordifferenz nämlich das entscheidende Kriterium und nicht mehr der direkte Vergleich. Dies bedeutet auch, dass die Lindauer angesichts von drei Punkten und zehn Toren Vorsprung auf den HC Landsberg als Dritten nur noch theoretisch das Heimrecht verlieren können.

In der Pole Position befindet sich aber der EHC Waldkraiburg – unter anderem durch den 6:4 Sieg im Hinspiel. Nach schwachem Start in die Verzahnung sind die Löwen aktuell in Topform und können vor allem auf die Tore und Vorlagen von Thomas Vrba zählen (18 Scorerpunkte).

Hinter dem Tschechen kommen in der Wertung aber gleich zwei Lindauer. Jeff Smith mit 16 Punkten (8 Tore) und Andreas Farny, der es ebenfalls auf 16 Zähler (6 Tore) bringt, tragen derzeit die Offensive der Islanders, bei denen es wieder einige Umstellungen im Kader geben wird.

So wird Lubos Sekula, der am vergangenen Wochenende komplett aussetzen musste, wieder in die Abwehr zurückkehren. Für ihn wird ein Verteidiger frei, der dann den Sturm verstärken muss. Denn dort drückt das Team von Dustin Whitecotton der Schuh, obwohl Alex Katjuschenko nach abgesessener Sperre wieder zur Verfügung steht: Marco Miller wird weiterhin fehlen, ebenso ist der zuletzt immer wieder angeschlagen auflaufende Michal Mlynek mehr als fraglich. Zdenek Cech, der am vergangenen Wochenende erst nach einer Verletzung zurückkehrte, sucht noch seinen Rhythmus und kann deshalb noch nicht bei einhundert Prozent sein. Dass er dennoch in beiden Spielen traf, macht dem EVL aber Hoffnung.

„Das ist alles nicht optimal, gleichzeitig gehört es dazu, weil es anderen Mannschaften ja auch so geht. Was den Gegner betrifft, wissen wir aber, was auf uns zukommt“, sagt Whitecotton. Immerhin ist es bereits das sechste Aufeinandertreffen der beiden Aufsteiger in dieser Saison. Bisher liegen die Lindauer mit 3:2 Siegen in Front – allerdings gingen drei der bisherigen fünf Spiele in die Overtime, was einiges darüber aussagt, wie nah man leistungsmäßig beieinanderliegt.

Vor eigenem Publikum soll dann im Duell der Oberligisten nicht nur die Ausgangsposition verbessert werden, sondern auch die Formkurve oben gehalten werden, um bestens vorbereitet mit Heimrecht in die Play-Offs zu starten, die am Freitag in einer Woche beginnen. Der Lindauer Gegner dürfte sich aus dem Trio Schönheide, Peißenberg und Dorfen rekrutieren.