Gelungener Sponsorenabend

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Das neu formierte EVL-Team präsentiert sich

Beim Sponsorenabend: die Lindauer Eishockeyspieler. reiner.roither@Web.de

Lindau ps Beim Sponsorenabend der EV Lindau Islanders im Gebäude von „Salone No. 4“ in Lindau hat sich am Donnerstagabend die neu formierte Mannschaft des Eishockey-Oberligisten kurz vor dem Saisonstart präsentiert. Vertreter aus Politik und Wirtschaft waren erschienen, um den neu gewählten Vorstand der EV Lindau Islanders, die Beiratsmitglieder und natürlich das Team mit den neu verpflichteten Spielern kennenzulernen.

Neben allerlei Informationen rund um den Verein und die anstehende Saison 2017/18 konnten sich die Förderer und Unterstützer des Lindauer Eishockeysports in geselliger Runde austauschen und mit den Spielern unterhalten. Moderiert wurde der Abend von Thomas Bergert und dem Ersten EVL-Vorsitzenden Bernd Wucher.

Fast schon mittelalterlich mutete die Summe von 95 000 Euro an, welche den Islanders als Budget für 2001 zugrunde lag. Jetzt, 15 Jahre später, liegt man zum Ende der Saison 2016/17 bei rund 568 000 Euro und damit dem zehnfachen Betrag von früher. Und für die laufende Saison 2017/18 peile man die 700 000er-Marke an, wie Bergert verriet. Ein dickes Lob gebührte an dem Abend „den Mann, der die Kohle verwaltet“ (Bergert) – also EVL-Finanzvorstand Matthias Vogel.

Positives gab es auch von der Nachwuchsarbeit zu berichten. „Wir haben ganz Bayern abgegrast“, so Nachwuchsleiter Andreas Bürge. Deshalb sei man froh, in der laufenden Spielrunde etwas „regionaler“, spricht: vorwiegend im Südbayerischen, unterwegs zu sein. Zwölf lizenzierte Jugendtrainer, zwei hauptamtliche Nachwuchsbetreuer mit Martin Sekera und Miroslav Jenka, zeugen von der Power bei der Ausbildung in den Junioren- und Kinderteams.

„Jahrelang bin ich in den süddeutschen Hallen herumgekommen“, bekannte Oberbürgermeister Gerhard Ecker, der in seinem Statement die Bedeutung von Lindau als Eishockeystadt hervorhob. Er verwies auf sein gutes Verhältnis zu seinem Stellvertreter Karl Schober, wodurch man die anstehenden Großprojekte gut meistern könne.

Nach der Erläuterung des Sponsoren-Konzepts durch den neuen EVL-Marketingvorstand Patrick Meier folgte als Höhepunkt des Abends die Teampräsentation des neuen Oberliga-Kaders. „Elf Zugänge, das ist eine halbe Mannschaft“, entfuhr es Teammanager Sebastian Schwarzbart beim Blick auf „die hübschen, jungen Männer mit ihrer fantastischen Figur, die auf der Bühne sein werden“ (Bergert). Gruppiert nach Funktion und Herkunft („Runderneuerung bei den Goalies“, „tschechische und oberschwäbische Achse“) rief Bernd Wucher die einzelnen Spieler auf die Bühne – am Ende folgte mit Headcoach Dustin Whitecotton „der große Dirigent“. Manch spannende, manch amüsante Details rund um Spitznamen („Taliban“) der einzelnen Akteure erfuhren die anwesenden Gäste ebenso wie die Vereinbarkeit von Eishockey und Beruf.

Und das Saisonziel der EV Lindau Islanders? Unbestritten werde „das zweite Jahr Oberliga schwerer werde als das erste“, ist sich EVL-Urgestein Sascha Paul, der in seine nunmehr 13. Saison bei den Islanders geht, sicher. Dennoch wolle man den Klassenerhalt so frühzeitig als möglich perfekt machen und mit der Abstiegsrunde (Whitecotton: „Letzte Saison war das sehr anstrengend“) nichts zu tun haben.