8:5 in Landsberg – Islanders gehen in Führung

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Die EV Lindau Islanders haben sich die Führung im Play-Off Viertelfinale gegen den HC Landsberg erobert. Dank eines grandiosen Comebacks gewannen die Lindauer mit 8:5 (0:3, 3:1, 5:1) und holten sich damit das Heimrecht in der Serie.

Hier gehts zu den Spieldaten.

Der Spielbericht unseres Medienpartners Lindauer Zeitung:

Dank eines Kraftakts im zweiten und dritten Drittel haben die EV Lindau Islanders im dritten Play-off-Viertelfinalspiel der Qualifikation zur Eishockey-Oberliga Süd beim HC Landsberg mit 8:5 (0:3, 3:1, 5:1) die Oberhand behalten. Durch den Auswärtssieg vor 1064 Zuschauern im Sportzentrum Landsberg führt die Mannschaft von EVL-Coach Mike Muller in der Best-of-Seven-Serie nun mit 2:1 gegen die Lechstädter.

Länger als gedacht oder erhofft mussten sich die mehr als 50 mitgereisten Fans vom Bodensee gedulden, bis die Islanders endlich in die Spur kamen. Nach einem vielversprechenden Beginn, bei welchem die Gäste in den ersten Minuten tonangebend waren und den Riverkings phasenweise ins eigene Drittel einschnürten, brachte ein Doppelschlag in der siebten und achten Minute durch das HCL-Kontingentgespann Jan Jarabek/Bohumil Slavicek die Hausherren plötzlich mit 2:0 in Führung. Ratlose Gesichter dann wenig später bei den Gästefans nach dem zweiten Treffer von Slavicek zum 3:0 (18.).

Im Mitteldrittel kamen die Lindauer zurück – was vor allem an Franziska Albl lag. Die Ersatztorhüterin aufseiten der Gastgeber, die einmal mehr die verletzungsbedingt nicht zur Verfügung stehenden Stammgoalies Maximilian Güßbacher und Christoph Schedlbauer ersetzen musste, leistete sich drei Patzer, wodurch der EVL im Zwischenresultat gleichziehen konnte. Erst fälschte sie einen Schuss von Tim Brunnhuber (Assist: Jeff Smith, Andreas Farny) aus spitzem Winkel ins eigene Tor ab (24.). Sieben Minuten später unterlief ihr ein katastrophaler Fehler, als sie – völlig unbedrängt – Simon Klingler irrtümlich die Scheibe vor die Füße spielte (3:2). Und als kurz darauf der, vom Stürmer zum Verteidiger umfunktionierte Zdenek Cech aus halblinker Position in Überzahlsituation abzog, stand es 3:3 (34.). Hierbei rutschte Albl der Puck durch die Schoner.

Dumm nur, dass sich Sebastian Koberger kurz hintereinander zwei Zwei-Minuten-Strafen leiteste, die zweite ließ sich der Kategorie „völlig überflüssig“ zuordnen (Spielverzögerung). Der HC Landsberg ließ sich nicht zweimal zum Powerplay bitten, Jarabek brachte den Bayernligisten 58 Sekunden vor der Pausensirene mit 4:3 erneut nach vorne.

Fokussiert kehrten die Islanders anschließend aus der Kabine zurück – und drehten mit großem kämpferischen Einsatz das Spiel: Erst traf Klingler zum 4:4-Ausgleich (41.), zehn Minuten später nutzte Dylan Quaile eine Strafe von Thomas Fischer, der Smith irregulär festhielt, zur erstmaligen Lindauer Führung. Doch auch Landsberg wusste mit dem eigenen Überzahlspiel überaus effektiv umzugehen: Slavicek netzte das dritte Mal ein (53.), es stand 5:5.

Es sollte der letzte Treffer der Gastgeber an diesem Abend sein, die sich kurz darauf mit doppelter Unterzahl erneut schwächten. Zwar konnten die Lindauer zunächst nicht im Powerplay glänzen. Kurz nachdem Andreas Geisberger von der Landsberger Strafbank wieder zurück aufs Eis kehrte, war allerdings Miroslav Jenka zur Stelle: Er überlupfte Franziska Albl und stellte vorentscheidend auf 6:5 (56.).

Nachdem der HC Landsberg exakt zwei Minuten vor Ende der regulären Spielzeit Timeout und Torhüterin Albl vom Eis nahm, schlug die Stunde von Sascha Paul. Vom eigenen Drittel aus bugsierte er den Puck ins leere Gehäuse zum 7:5 (58.). Der HCL setzte nun alles auf eine Karte, nahm wenig später erneut seine Goalie-Lady vom Eis. Gnadenlos schob schließlich Simon Klingler in launiger Empty-net-Manier das Hartgummi zum 8.5-Endstand in die Maschen (60.).

In den drei anderen Viertelfinalserien konnten der EHC Waldkraiburg (gegen den TSV Peißenberg) und der ECDC Memmingen (gegen Geretsried) am Freitagabend den dritten Sieg im dritten Play-off-Spiel einfahren und haben an diesem Sonntag den ersten Matchball im Kampf um den Klassenverbleib in der Oberliga Süd. Der EV Lindau (gegen Landsberg) und der Höchstadter EC (gegen Erding) werden frühestens am Freitag, 9. März, ihr viertes Spiel gewinnen können. Voraussetzung hierfür ist ein dritter Sieg am Sonntag, 4. März.