2:5 in Höchstadt

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Am neunten und vorletzten Spieltag der Gruppe A in der Qualifikationsrunde zur Oberliga haben die EV Lindau Islanders beim Spitzenreiter Höchstadter EC mit 2:5 (1:3, 1:0, 0:2) den Kürzeren gezogen. Da zeitgleich die beiden Konkurrenten im Kampf ums Play-off-Heimrecht – der TSV Peißenberg beim TEV Miesbach mit 9:0 und der ESC Geretsried beim EV Füssen mit 6:4 – siegten, sind die Chancen der Lindauer, mit dem Heimrecht am nächsten Wochenende ins Play-off-Viertelfinale zu gehen, auf ein Minimum gesunken.

Durch die Niederlage der Gäste vom Bodensee am Freitagabend im mittelfränkischen Höchstadt stürzte die Mannschaft von EVL-Coach Mike Muller vom zweiten auf den vierten Gruppenplatz. Hinter den Alligatoren aus dem Aischgrund, die durch den Heimsieg gegen Lindau vorzeitig den Sieg in Gruppe A der Qualirunde perfekt machen konnten, stehen jetzt der Gruppenzweite Peißenberg (18 Punkte) sowie die Riverrats aus Geretsried und die Islanders mit jeweils 15 Zählern.

Gleich zu Beginn geriet die Gästemannschaft vom Bodensee im Höchstadter Eisstadion am Kieferndorfer Weg vorentscheidend ins Hintertreffen. Wie schon im Hinspiel im Januar in Lindau mussten die Islanders ab Mitte des ersten Drittels – nach Treffern von Markus Babinsky (6.), Vitalij Aab (12.) und Lukas Lenk (13.) – einem 0:3-Rückstand hinterherlaufen.

„Die Höchstadt Alligators haben in dieser Saison bereits eine ganze Reihe an Teams schon in der ersten Viertelstunde besiegt, indem sie sie mit unnachahmlicher Offensivwucht einfach überrollten. Und Lindau ging es nicht besser“, hieß es dazu treffend im Spielbericht der Nordbayerischen Nachrichten. EVL-Coach Mike Muller reagierte umgehend und nahm die Auszeit. Gut für die Gäste, dass Sascha Paul (Vorlagengeber: Miller) kurz vor der ersten Drittelpause Carsten Metz, der für Philipp Schnierstein im Gehäuse der Gastgeber stand, den 1:3-Anschlusstreffer markierte.

Im mittleren Spielabschnitt starteten die Islanders furios: Michal Mlynek netzte schnell zum 2:3 aus Lindauer Sicht ein. Hoffnung keimte dadurch bei den Mannen von Muller auf, die Partie nun auszugleichen und womöglich zu ihren Gunsten drehen zu können. Großes Glück schließlich kurz vor der zweiten Drittelpause für den EVL, als Oleg Seibel einen Penalty für den HEC nicht im Tor von Goalie David Zabolotny unterbrachte.

Im Schlussdrittel war aus Lindauer Sicht dann allerdings Schluss mit lustig: Lenk, auf Zuspiel von Martin Vojcak und Thilo Grau, mit seinem zweiten Tor (45.) sowie Tomas Urban (Assist: Aab, Babinsky). Die EV Lindau Islanders hatten nichts mehr entgegenzusetzen, kassierten mit dem 2:5 von Freitagabend die vierte Niederlage in Gruppe A und rutschten vom zweiten auf den vierten Rang ab.

Beim abschließenden Spieltag am Sonntagabend genügt den Peißenberger Eishacklern aufgrund ihres Siegs im Freitagspiel ein Punkt, um Platz zwei zu verteidigen und somit dem EVL das Heimrecht vor der Nase wegzuschnappen. Dank des besseren Torverhältnisses im direkten Vergleich könnte Geretsried, das am Sonntag Höchstadt empfängt, mit einem Sieg in regulärer Spielzeit sogar Gruppendritter bleiben – es sei denn, den EV Lindau Islanders gelingt zeitgleich zu Hause ein Kantersieg gegen den abgeschlagenen TEV Miesbach (alle Gruppenspiele starten um 18 Uhr).

In der zweiten Gruppe (B) der Verzahnungsrunde zwischen den besten Bayernligisten der Hauptrunde und denjenigen Oberligamannschaften, die die Meisterschaftsrunde verpassten, hat der HC Landsberg – trotz einer 1:7-Klatsche beim EHC Waldkraiburg – am Sonntag vor heimischer Kulisse die große Chance, mit einem Sieg gegen den derzeitigen Gruppendritten TSV Erding das Heimrecht in den Play-offs zu ergattern.